10.03.2016, 13:49 Uhr zuletzt aktualisiert vor

„K1 Magazin“ löst Ärger aus Shitstorm nach Rosin-Besuch bei „Beef Factory“ in Kirchlengern

Frank Rosin half der „Beef Factory“ wieder auf die Beine. Foto:  imago/bikyFrank Rosin half der „Beef Factory“ wieder auf die Beine. Foto: imago/biky

Osnabrück. Weil sein Restaurant „Silberpfeil“ in Kirchlengern (NRW) nicht mehr lief, bat Michael Dupré Fernsehkoch Frank Rosin um Hilfe. Der brachte den in „Beef Factory“ umbenannten Laden zum Laufen. Anfang der Woche strahlte Kabel 1 die Folge von „Rosins Restaurant“ sowie eine Nachdrehe im „K1 Magazin“ aus. Fast zeitgleich begann im Internet ein Shitstorm.

Denn einige Tage, bevor die entsprechende Folge von „Rosins Restaurant“ ausgestrahlt wurde, hatte der Verpächter der Gastronomie, dem auch die Kartbahn „Kart 2000“ auf demselben Gelände gehört, Michael Dupré gefeuert. Der neue Betreiber der „Beef Factory“: Marcel Predovic – der Koch, den Frank Rosin für Dupré besorgt und den dieser nach kurzer Zeit gefeuert hatte.

Fristlose Kündigung

Im Anschluss an „Rosins Restaurant“ strahlte Kabel 1 das „K1 Magazin“ aus. Im Magazin sollte die Frage beantwortet werden, wie es der „Beef Factory“ heute geht. Gezeigt wird der 60-jährige Dupré, der zufrieden ist mit der Entwicklung. „Das Geschäft läuft gut, am Wochenende ist das Restaurant teilweise vollkommen ausgebucht“, sagt er. Doch dann habe ihm der Verpächter, Björn Klüter, plötzlich fristlos gekündigt. „Das war wie ein Schlag ins Gesicht“, sagt Dupré im „K1 Magazin“. Dabei hatte sich der Verpächter während Frank Rosins Besuch in Kirchlengern im Dezember 2015 noch dafür entschieden, den Weg weiter mit dem gelernten Starkstromelektriker zu beschreiten – auch wenn dieser ihm mehrere tausend Euro an Pacht schuldete.

Nicht korrekt dargestellt?

Warum änderte Klüter jetzt seine Meinung? Aus der Sendung wird das nicht klar. Denn in den etwa 25 Minuten Sendezeit kommen lediglich Dupré und dessen Angestellten zu Wort. „Es war nicht schön, dass ich nicht zu Wort kam“, sagt Marcel Predovic, der jetzt die „Beef Factory“ führt. Mehr möchte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht dazu sagen. Nur, dass in der Sendung nicht alles korrekt dargestellt wurde.

Zum Beispiel als es um seine Entlassung ging: Im „K1 Magazin“ erklärt Dupré diese damit, dass der junge Koch und er „menschlich nicht zusammenpassten“. Predovic indes sagt, er habe zwei Monate lang hinter seinem Lohn herlaufen müssen.

Viele negative Kommentare

Inzwischen ist er selbst dafür zuständig, das Gehalt auszuzahlen. Denn seit dem 1. März ist er der neue Chef in der „Beef Factory“. Momentan dürfte ihm das aber nicht so viel Spaß machen. Denn im Internet tobt seit der Ausstrahlung der Sendungen ein Shitstorm. Der Tenor der negativen Kommentare auf der Facebook-Seite des Restaurants: Man habe sich schön den Laden neu einrichten, ein neues Konzept erstellen und ordentlich die Werbetrommel drehen lassen, um sich dann von dem Mann zu trennen, zu dem man vorher schon kein gutes Verhältnis hatte. Worte wie „hinterhältig“ und „unsozial“ fallen. Was viele nicht wissen dürften: Am 1. Juni wäre Duprés Pachtvertrag sowieso ausgelaufen, wie ein Mitarbeiter Predovics sagt.

Stellungnahme angekündigt

Auch auf der Facebook-Seite der Kartbahn kommentieren die User fleißig die neuesten Ereignisse. „Das ist nicht schön, was da momentan abläuft. Mit diesen Reaktionen hätte niemand von uns gerechnet“, sagt Klüter. Mehr möchte auch er zum jetzigen Zeitpunkt nicht dazu sagen. Im Laufe des Tages will er allerdings eine Stellungnahme veröffentlichen.

Allerdings gibt es nicht nur negative Kommentar. Einige User stärken den Betroffenen den Rücken und weisen auf die einseitige Darstellung in der Sendung hin. Nach Angaben von Predovics Mitarbeiter sei zunächst noch geplant gewesen, dass auch der Verpächter im „K1 Magazin“ zu Wort kommen sollte. Die Produktionsfirma habe sich vorher noch melden wollen, das aber nicht getan. Auf die Besucherzahlen im Restaurant scheint sich der Shitstorm derzeit nicht auszuwirken. Die „Beef Factory“ laufe nach wie vor super.


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