13.11.2015, 15:08 Uhr

Björn Amadeus Kahl braucht Geld Osnabrücker „The Voice“-Kandidat: Erstes Album bei Startnext.com


Berlin. Bei „The Voice of Germany“ hat der Osnabrücker Björn Amadeus Kahl es bis in die Live-Shows gebracht. Nun will er ein Album produzieren, braucht Geld – und kommt dafür bis ins Wohnzimmer seiner Unterstützer. Dank einer Crowdfunding-Kampagne bei Startnext.com.

Bei „The Voice of Germany“ hat der Osnabrücker Student Björn Amadeus Kahl es im vergangenen Jahr bis in die Live-Shows geschafft. Als er den Einzug ins „Voice“-Halbfinale verpasste, prophezeite sein Coach Stefanie Kloß: Björn wird auch ohne den Titel der Castingshow seinen Weg machen. Mit einem ersten Solo-Album ist er gerade dabei; das nötige Geld soll eine Crowdfunding-Kampagne bringen. (Mit Gottvertrauen zu „The Voice“: Björn Amadeus Kahl im Porträt.)

Björns Solo-Album „Ich glaube, es gibt mehr“

Bei „The Voice“ ist Björn Amadeus mit Gregor Meyles „Keine ist wie du“ in die Blind Auditions gegangen. Für wen er das gerade gesungen habe, hatte der Juror Rea Garvey hinterher gefragt. Die Antwort war ein Bekenntnis zum Glauben: „Ich glaube, dass Gott den ganzen Talenten ihre geile Stimme gegeben hat. Ich wollte es für Gott machen, und ich wollte euch berühren und die Zuschauer“, sagte er damals. Sein geplantes Solo-Album greift den Tonfall schon im Titel auf. „Ich glaube, es gibt mehr“ soll es heißen; und der Titeltrack besingt eine „unsichtbare Welt“, die „Macht der Liebe“ und einen „Vater, der es gut mit uns meint“. Die Verse sind religiös gestimmt, ohne auf eine einzige Religion festgelegt zu sein. „Viele Songs auf der CD haben etwas mit meinem Glauben zu tun, aber ohne etwas aufzwängen zu wollen“, erklärt Björn Amadeus Kahl. Auch sein Weg in der Casting-Show „The Voice“ wird auf dem Album nachzuvollziehen sein. Drei Cover-Versionen, mit denen er im Fernsehen aufgetreten ist, gehören auch zur Tracklist: Neben Meyles Ballade „Keine ist wie du“ sind das Johannes Oerdings „Für immer ab jetzt“ und „Einmal sehen wir uns wieder“ von Andreas Gabalier. (Ayke, Michael, Dimi, Cheryl und Co: Das sind die Singles der Live-Show-Kandidaten von „The Voice of Germany 2015“)

Die Startnext-Kampagne von Björn Amadeus

7000 Euro: So viel braucht Björn Amadeus Kahl, um sein Album professionell einzuspielen und zu vermarkten. Wer sich auf dem Crowdfunding-Portal Startnext an seiner Kampagne mit eigenem Geld beteiligt, bekommt Gegenleistungen: Für 15 Euro gibt es – im Falle der erfolgreichen Finanzierung – eine der fertigen CDs; wer zwei vorbestellt, bekommt dazu auch noch ein Poster samt Autogrammkarte. 17 Alben hat Björn Amadeus Kahl bis jetzt schon verkauft. Wer nicht nur die CD hören, sondern auch namentlich im Cover genannt sein möchte, muss 75 Euro investieren. Und für 250 Euro kann man Björn Amadeus Kahl buchen – für ein Konzert im eigenen Wohnzimmer. Fahrkosten sind extra zu zahlen. Einer der limitierten Auftritte ist bereits verkauft. Noch zu haben ist ein Premium-Konzert mit Begleitband: 650 Euro kostet der Gig. Hier geht‘s zur Crowdfunding-Kampagen von Björn Amadeus Kahl.

Wer steht hinter dem Album?

Björn Amadeus Kahl ist einer von inzwischen vier Osnabrückern, die bei „The Voice of Germany“ zu sehen waren. Alle sind (oder waren bei ihrem Auftritt) Studenten des Instituts für Musik an der Hochschule Osnabrück (IfM). Auch die Kollegen, mit denen Björn Amadeus nun „Ich glaube, es gibt mehr“ einspielt, hat er zum Teil hier rekrutiert: „Ich arbeite mit zwei Produzenten zusammen. Das ist zum einen Markus Rummel, der momentan in Hamburg wohnt, aber auch am IfM mit Hauptfach Producing eingeschrieben ist, und Jan-Hendrik Kramer, der ein Studio in Osnabrück hat.“ Kramer arbeitet am IfM als Dozent. Zu Kahls Musikern zählen die Gitarristen Haiko Heinz und Alexander Schmitz, der ebenfalls am IfM studiert hat. Und auch mit seinem Vater arbeitet Björn Kahl zusammen. Sören Kahl, selbst ein Name in der christlichen Musik, hat seinen Sohn beim Texten beraten und will das Album bei seinem Label „ADLIB MUSIC“ herausbringen. Der „Vater, der es gut mit uns meint“, von dem der Titelsong erzählt, hat also auch nicht nur eine religiöse Bedeutung. Auch im Alltagsleben ist er präsent. (Julian vs. Jazzy: Die Battle-Runde bei „The Voice 2015“)


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