08.08.2014, 12:38 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Sky-Rückholangebote 2014 Sky führt Bearbeitungsgebühr bei Abo-Verlängerung ein

Der Pay-TV-Sender Sky hat sich für Vertragsverlängerungen etwas Neues einfallen lassen: Der Sender berechnet einigen Kunden seit Kurzem eine Bearbeitungsgebühr. Foto: dpaDer Pay-TV-Sender Sky hat sich für Vertragsverlängerungen etwas Neues einfallen lassen: Der Sender berechnet einigen Kunden seit Kurzem eine Bearbeitungsgebühr. Foto: dpa

Osnabrück. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich für Vertragsverlängerungen etwas Neues einfallen lassen: Der Sender berechnet einigen Kunden seit Kurzem eine Bearbeitungsgebühr.

Wer Sky sehen will, muss zahlen. Das ist das Prinzip eines Pay-TV-Senders. Neu ist allerdings, dass einige Kunden seit dem 1. August für die Verlängerung ihres Abos eine Bearbeitungsgebühr zahlen müssen. In Internetforen herrscht deshalb Verwirrung, denn nur gelegentlich berichteten Kunden von der Gebühr. In den Diskussionen vermutete man , dass der Bezahlsender die Gebühr zunächst testweise, dann flächendeckend einführen wollte. Gegenüber unserer Redaktion sagte Sky-Pressesprecher Moritz Wetter: „Bei der Verlängerung eines Vertrags zu neuen günstigeren Konditionen, die eine Vertragsänderung zur Folge hat, fällt eine besonders günstige Aktivierungsgebühr von 9,90 Euro an.“ Bei Neukunden liege diese Gebühr dagegen bei 39 Euro. Kunden, die ihr Abonnement beim Bezahlsender zu gleichen Konditionen verlängern oder sich für ein teureres Senderpaket entscheiden, müssen keine Gebühr zahlen.

Sperrfrist für Bestandskunden

Kurz vor Beginn der neuen Bundesligasaison müssen sich viele Kunden mit der Verlängerung ihres Abos auseinandersetzen und achten verstärkt auf Sky-Angebote. Und passend zu diesem Termin gib es oft Neukunden-Angebote mit großen Rabatten. Der Pay-TV-Sender will jedoch verhindern, dass Bestandskunden ihr teureres Abo auslaufen lassen und ein Neukundenangebot abschließen. In den AGB heißt es dazu: „Für Abonnenten, in deren Haushalt und/oder unter deren Kontonummer bereits ein Sky Abonnement für sich oder Dritte besteht oder bis zu 3 Monate vor Neuabschluss bestand (Bestands-Abonnenten), beträgt die Aktivierungsgebühr 99,- Euro.“

Verbraucherschützer fordern Klarheit von Sky

Während es in Foren heißt, dass der Passus in der Praxis nicht mehr umgesetzt werde, sagte Sky-Pressesprecher Wetter: „Diese Gebühr gibt es weiterhin. Das ist so eine Art Sperrfrist.“ Allerdings könne sie bei besonderen Aktionen und durch den Verhandlungsspielraum der Sky-Agenten auch mal entfallen, sagte Wetter weiter. Rechtlich scheint die Sperrfrist für Neuverträge in Ordnung zu sein. „Bei Mobilfunkverträgen ist die Situation ähnlich. Der Unternehmer kann grundsätzlich frei entscheiden, mit wem er ein Vertragsverhältnis eingehen will. Das kann auch Sky – selbst als Monopolist“, sagte Miriam Rusch-Rodosthenous von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn trotz Monopolstellung sei Pay-TV weder der Grundversorgung noch den Universaldiensten, wie zum Beispiel der Anschluss an das öffentliche Telekommunikationsnetz, zuzurechnen, so die Verbraucherschützerin.

HD-Feeds bleiben erhalten

Vor rund einem Jahr hatte Sky für Unmut gesorgt, als es einen Teil der HD-Sender und das mobile Angebot Sky Go nur noch für Vollpreiszahler freischalten wollte. In diesem Sommer hatten wieder einige Kunden die Befürchtung, dass der Sender den Rabatt-Kunden das volle HD-Programm, die sogenannten HD-Feeds, vorenthalte. Dazu Wetter: „Hier ändert sich nichts. Die HD-Feeds sind nach wie vor Teil des HD-Pakets der jeweils gebuchten Senderpakete. Voraussetzung ist, dass der Anbieter das technisch unterstützt.“ Auch Sky Go ist aktuell bei allen Abos enthalten. Bei einigen Vertragsverlängerungen ist zudem ein kostenloser Testzugang für Skys Online-Videothek Snap enthalten.


0 Kommentare