20.04.2012, 11:13 Uhr zuletzt aktualisiert vor

RBB: Einigung außerhalb des Gerichts

Berlin/Potsdam. Der nach Antisemitismus-Vorwürfen gekündigte Radiomoderator Ken Jebsen hat sich mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) außergerichtlich geeinigt. Über Details der Übereinkunft sei Stillschweigen vereinbart worden, bestätigte der Sender am Freitag in Berlin. Jebsen wird demnach für den RBB nicht mehr tätig sein. „Die Zusammenarbeit ist beendet“, sagte Unternehmenssprecher Justus Demmer.

Der RBB hatte Ende November die Zusammenarbeit mit dem freien Mitarbeiter Ken Jebsen aufgekündigt, weil dieser sich bei seiner Radiosendung „KenFM“ auf der Jugendwelle Fritz nicht an Absprachen gehalten haben soll. Der Publizist Henryk M. Broder hatte Jebsen zuvor antisemitische Äußerungen vorgeworfen, was der Moderator aber bestritt. Jebsen reichte Ende Dezember Klage gegen die Entscheidung des RBB beim Arbeitsgericht Potsdam ein, beide Seiten traten dann aber in letztendlich erfolgreiche außergerichtliche Vergleichsverhandlungen.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe war Jebsens Sendung am 6. November 2011 kurzfristig ausgesetzt worden. Stattdessen lief ganze vier Stunden lang unkommentiert Musik. Danach gab der RBB zunächst die Weiterführung der Sendung unter Auflagen bekannt, bis es zur endgültigen Trennung von Jebsen kam. Der Moderator kündigte daraufhin an, er wolle seine Sendung in Zukunft in „einhundertprozentiger Unabhängigkeit“ produzieren und im Internet ausstrahlen.


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