05.07.2013, 11:22 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Vorname ist Wikipedia-Erfindung Ex-Rosenstolz-Sängerin heißt nicht Natalie

<em>Die frühere Rosenstolz-Sängerin</em> AnNa R. mit ihrer neuen Band „Gleis 8“ in Berlin. Foto: dpaDie frühere Rosenstolz-Sängerin AnNa R. mit ihrer neuen Band „Gleis 8“ in Berlin. Foto: dpa

Osnabrück. AnNa R., ehemalige Rosenstolz-Sängerin, hat mit ihrem Künstlernamen offenbar so viel Verwirrung gestiftet, dass ihr bei Wikipedia ein zweiter Vorname angedichtet wurde.

„1992 - am Anfang meiner Karriere - dachte ich so in meinem jugendlichen Wahn darüber nach, irgendwann bestimmt auch mal Unterschriften geben zu müssen. Ich setzte mich also eines Abends hin und habe Unterschriften geübt,“ sagte die 43-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das große N im Namen fand ich sehr hübsch. Daraus hat Wikipedia mir dann später einen zweiten Vornamen konstruiert, über den meine Mutter und ich mich immer noch sehr amüsieren.“ In dem Online-Lexikon ist bis heute zu lesen, Andrea Rosenbaum - so ihr bürgerlicher Mädchenname - heiße mit zweitem Vornamen Natalie. „Den hat sich jemand ausgedacht, der dem großen N offenbar eine Bedeutung geben wollte,“ sagte die Sängerin dazu.

AnNa R. lüftete auch das Geheimnis um den Namen ihrer neuen Band „Gleis 8“: „Am Gleis 8 steigt man meistens im Berliner Hauptbahnhof Richtung Hamburg ein. Wir haben im Namen etwas gesucht, was erstens noch nichts über die Musik verrät, und zweitens, was die Berliner mit den Hamburgern verbindet. Nachdem wir 200 Namen abgeschmettert haben, kam jemand auf Gleis 8. Das war’s.“

Privat steige sie gern in den Ring, bekannte die Musikerin: „Ich bin nicht nur Schirmherrin der Boxabteilung eines alten Kreuzberger Vereins, sondern ich boxe privat mit einem Partner - nicht aus Wettkampfgründen, sondern wegen der Fitness und weil es mir Spaß macht. Zur Selbstverteidigung habe ich das Boxen zwar noch nie gebraucht, aber es ist gut zu wissen, dass es ginge, wenn es nötig wäre.“

Dagegen kann sich AnNa R. mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken nicht anfreunden: „Ich mag es nicht, 300 Freunde zu haben. Mir reichen meine wenigen Freunde, aber die sind dann auch immer für mich da und ansprechbar. Und die können mich auch nicht wirklich anlügen, was man über das Internet ja ganz gut kann. Dort verstellen sich viele. Außerdem finde ich die Idee, dass man durch social media gläsern wird, unglaublich gruselig. Wenn ich in einem Netzwerk wäre, könnte alles eingesehen werden und ein Profil über mich erstellt werden. Das ist Horror.“

Das vollständige Interview lesen Sie ab Samstag.


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