05.11.2016, 06:00 Uhr

Projektionen in Bad Rothenfelde Zehn Jahre „Lichtsicht“: 2017 mit Retrospektive


Bad Rothenfelde. Die lichtsicht - Projektions-Biennale in Bad Rothenfelde wird 2017 zehn Jahre alt. Das Projekt wird als Rückblick auf die bisherigen Ausgaben der Biennale gestaltet.

„Wir werden die Ausgabe 2017 als Retrospektive auf die bisher fünf lichtsicht- Biennalen gestalten“, sagt Marion Carey-Yard, Geschäftsführerin der lichtsicht gmbh, auf Anfrage zu dem Programm des Kunstprojektes, das vom 29. September 2017 bis zum 28. Januar 2018 in Bad Rothenfelde bei Osnabrück zu sehen sein soll. Die sechste Biennale soll entsprechend von den beiden bisher tätigen Kuratoren Manfred Schneckenburger und Peter Weibel gemeinsam ausgerichtet werden. Beide Kuratoren entscheiden sich nach den Worten von Marion Carey-Yard für Künstler ihrer Wahl. Bislang stehen Documenta-Künstler William Kentridge und Kanjo Také als Teilnehmer der Biennale 2017 fest. Hier weiterlesen: So war die fünfte „lichtsicht“ im Jahr 2015.

Robert Wilson war schon dabei

Zu den Künstlern, die bislang bei der Biennale zu erleben waren, gehörten Robert Wilson aus den USA, der Deutsche Andreas Kaufman, die russische Gruppe AES+F, die deutsche Künstlerin rosalie oder die auf vielen Kontinenten tätige Gruppe Urbanscreen. „Neben den Größen der internationalen Video- und Lichtkunst sind aber immer auch junge Positionen mit innovativen, oft interaktiven Werken in Bad Rothenfelde zu sehen“, heißt es in einer Mitteilung der lichtsicht-Biennale. Wie Carey-Yard weiter sagte, sollen 2017 zum ersten Mal neben den Gradierwerken auch drei Wasserfontänen mit Projektionen bespielt werden. Zur letzten Biennale 2015/2016 kamen rund 160000 Besucher nach Bad Rothenfelde. Hier weiterlesen: Lichtsicht-Chef Peter Weibel im Interview.

Projektion im Riesenformat

„Als Projektionsfläche der mehr als fünfzig Beamer dienen im Kurpark die bis zu elf Meter hohen Gradierwerke (Salinen) aus Schwarzdorn, die sich über eine Gesamtlänge von mehr als einem Kilometer ausdehnen. Die spektakulären bewegten Bilder werden auch auf Fontänen, Teiche, Gebäude und auf die Bäume im Kurpark projiziert“, beschreibt die lichtsicht die Anlage ihrer Biennale für Projektionskunst. Der hohe technische Aufwand kostet seinen Preis. Das von der Risken-Stiftung bestrittene Budget soll im hohen sechsstelligen Bereich liegen. Auch 2017 werde die Stiftung die Biennale finanzieren, versicherte Carey-Yard auf Anfrage weiter. 2015 hatten der Uhrenhersteller Rolex und der Schmuckgroßhändler Rüschenbeck als Sponsoren zu dem Kunstereignis beigetragen. Diese Sponsoren sollen das Kunstereignis den Angaben zufolge auch 2017 unterstützen. Hier weiterlesen: Robert Wilson und seine „Video Portraits“ für Bad Rothenfelde.

Zwei Kuratoren an der Spitze

Mit Manfred Schneckenburger und Peter Weibel leiten zwei international ausgewiesene Kunstexperten die Biennale. Schneckenburger leitete 1977 und 1987 die Kasseler Documenta und war danach Rektor der Kunstakademie Münster. Peter Weibel wurde als Aktionskünstler bekannt, bevor er die Leitung des Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe übernahm. Hier weiterlesen: Das Schattentheater des William Kentridge auf der Documenta.


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