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18.10.2016, 16:32 Uhr KOMMENTAR

Frankfurter Buchmesse 2016: Offene Türen eingerannt

Kommentar von Elke Schröder

Im Pavillon der Gastgeber: Die Niederlande/Flandern sind Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Foto: Elke SchröderIm Pavillon der Gastgeber: Die Niederlande/Flandern sind Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Foto: Elke Schröder

Frankfurt am Main. Der Erfolg der 68. Frankfurter Buchmesse scheint sich schon bei der Eröffnung abzuzeichnen – ein Kommentar.

Anders als im vergangenen Jahr das Gastland Indonesien, dürfte der gemeinsame Auftritt von Flandern und den Niederlanden schon zur Eröffnung der 68. Frankfurter Buchmesse als Erfolg gewertet werden: Allein über 300 literarische Titel sind aus Anlass des Gastlandauftritts bereits ins Deutsche übersetzt worden. Eine rekordverdächtige Zahl, die nicht von ungefähr kommt.

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Verleger und Autoren haben auf dem deutschen Buchmarkt bereits im Vorfeld offene Türen eingerannt: Sie profitieren offenbar von den Erfahrungen, die sie bei ihrem ersten Gastlandauftritt 1993 sammeln konnten. Damals wurden Harry Mulisch, Cees Nooteboom, Maarten’t Hart, Connie Palmen, Margriet de Moor oder Leon de Winter hierzulande einem breiten Publikum bekannt. Zudem entstanden Übersetzungsfonds-Strukturen, von denen heute auch die jungen noch unbekannten Autoren profitieren.

Vor allem aber bringen unsere europäischen Nachbarn auch eine moderne Literatur mit, die drängende gegenwärtige gesellschaftspolitische Themen behandelt wie Migration, Integration und Radikalisierung. Das ist auch, was wir mit ihnen teilen.


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