31.03.2014, 17:55 Uhr

Auch Erwachsene können tanzen lernen Tanzforum Astrid Heinrich feiert 25-Jähriges


Osnabrück. Das Tanzforum Astrid Heinrich hat sein Jubiläum mit einer Gala im Haus der Jugend gefeiert. 25 Jahre gibt es die Ballettschule an der Heinrichstraße.

Osnabrück. Astrid Heinrich in der Heinrichstraße , das passt, fand die Tanzschulinhaberin, als sie 1989 sah, dass an ebenjener Straße Räume frei waren. Aus dieser Vision sollte etwas werden. Denn nicht nur dass die Vermieterin derselben Meinung war. 25 Jahre gibt es die Ballettschule an der Heinrichstraße mittlerweile – das feierte das Tanzforum mit einer Gala.

Was 1989 mit Heinrich und nur einer anderen Lehrkraft sowie klassischem Ballett und modernen Richtungen wie Stepp und Jazz Dance begann, ist im letzten Vierteljahrhundert kräftig gewachsen. Aus zwei Lehrkräften sind zehn geworden. Neben Ballett und modernen Richtungen wie Stepp oder Jazz Dance, die es von Anfang an gab, werden unter anderem auch Zumba, Lindyhop und Flamenco unterrichtet.

Einen Ausschnitt aus seinen Kursen präsentierte das Tanzforum bei der Geburtstagsgala im Haus der Jugend. Lindyhop, Zumba, Stepp Dance sowie Jazz Dance und Modern Jazz Dance wurden auf der Bühne getanzt. Die Basis für all diese zeitgenössischen Tanzrichtungen sei aber das Ballett, sagte Astrid Heinrich, die als Moderatorin durch die Gala führte. Das nahm mit einer rund einstündigen Aufführung den größten Teil der Gala ein.

Ballett-Elevinnen (und ein Eleve) der Kinder- und Erwachsenen-Klassen zeigten in „Träume können in Erfüllung gehen“ Ausschnitte aus Ballettstücken wie „Chopiniana“, „Schwanensee“ und „Romeo und Julia“. Auch Modern Dance hatte Ballettmeister Yury Pomelov, der selbst mittanzte, eingebaut.

Auch vier Lehrer hatten ihren Auftritt. Sie überraschten damit ihre Chefin. Tanzpädagoge Tobias Karsten etwa zeigte, wie mangels Tanzpartnerin aus einem Wischmopp und mit Hilfsmitteln wie Klopapier und Küchentüchern eine Traumfrau wird. Auf der Bühne standen bei der Gala außer bei der Ballettvorführung nur Erwachsene.

Die Kinder hatten ihre Tanzkunst  – unter anderem mit kreativem Kindertanz, Zumba und Flamenco – schon im November im Haus der Jugend gezeigt. Die Gala wäre sonst zu lang geworden, begründete Astrid Heinrich das.

Heinrich hat sich mit ihrer eigenen Ballettschule übrigens selbst einen Traum erfüllt. Sie ist eigentlich Sportlehrerin, arbeitete aber dann als Tanzpädagogin an einer Ballettschule. „Das Unterrichten hat mir immer Spaß gemacht“, sagt sie. Nur dass sie es dann doch lieber an einer eigenen Schule machen wollte. Einige Schüler sind schon von Anfang an dabei. Insgesamt 17 Schülerinnen tanzen seit fast 20 oder schon 25 Jahren bei Astrid Heinrich. Sie und all die anderen Tänzerinnen bei der Gala sind auch der Gegenbeweis für die gängige Vorstellung, mit dem Tanzen könne ein Erwachsener nicht mehr anfangen. „Das ist Quatsch“, sagt Astrid Heinrich.


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