29.11.2013, 15:17 Uhr

Mit Humor und rasanten 3-D-Effekten Disneys „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“


Osnabrück. Für ihr 53. Trickabenteuer in Spielfilmlänge haben sich die kreativen Köpfe der Disney-Trickstudios diesmal Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ zur sehr freien Verarbeitung vorgeknöpft. Das Ergebnis ist weniger komplex, dafür witzig, spannend und natürlich für die ganze Familie geeignet.

Als Königskinder verbringen Anna und ihre große Schwester Elsa so viel Zeit wie möglich miteinander. Aber nachdem Elsas Gabe, alles und jeden in Eis verwandeln zu können, außer Kontrolle gerät und beinahe Anna tötet, zieht sich die große Schwester zurück, und der Vater schottet den Palast ab.

Erst zu Elsas Krönung werden die Pforten wieder geöffnet. Elsa hat ihre Kräfte aber immer noch nicht unter Kontrolle. Eine Katastrophe bahnt sich ihren Weg, und Elsa flieht in die Berge, während mitten im Sommer alles im Eis versinkt. Kann Anna helfen? Selbstlos macht sie sich auf die Suche. Dabei trifft sie nicht nur einen tollen Naturburschen sowie einen putzigen Schneemann. Sie muss auch die lebensbedrohliche Erfahrung von Verrat und tiefer Enttäuschung hinnehmen.

Wenn man genau hinschaut, lassen sich im nunmehr 53. Animations-Spielfilm aus den Disney-Trickstudios Elemente aus Hans Christian Andersens komplexem Märchen „Die Schneekönigin“ erkennen. Freilich in einer stark vereinfachten, veränderten und entschärften Version.

Trotzdem erscheint insbesondere die Figur der „Eiskönigin“ Elsa für Disney-Verhältnisse relativ ambivalent gezeichnet. Eine Person, die über Kräfte verfügt, welche sie überreizt und nicht mehr kontrollieren kann. Als Hexe abgestempelt, hadert sie zunehmend mit ihrer Persönlichkeit.

„Werdet nicht zu dem Monster, das alle in euch sehen“, lautet ein Schlüsselsatz in diesem von zahlreichen leidlichen Musical-Nummern umrahmten Film, der allerdings auch von humorvollen Dialogen und rasanten 3-D-Effekten mit vielen witzigen Einfällen lebt und erkennbar die Handschrift von Produzent und Trickfilm-Spezialist John Lasseter trägt.

Ansonsten folgt auch diese Disney-Produktion altbekannten Pfaden mit den üblichen Wendungen und ein paar Fallstricken am Wegesrand. Am Ende siegt natürlich, wie immer, die Liebe.

„Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ . USA 2013. R.: Chris Buck und Jennifer Lee. Deutsche Stimmen: Hape Kerkeling u.a. Laufzeit: 103 Minuten. FSK: ab 0.
Cinema-Arthouse (3-D), Cinestar (2-D + 3-D), Filmpassage (2-D + 3-D).


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