20.04.2017, 09:10 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Eisheilige 2017 Wann kommen die Eisheiligen 2017 und was bedeutet die Bauernregel?

Ein Fuchs lauert am 15. Mai auf dem Brocken in Sachsen Anhalt. Die Eisheiligen sorgen mitunter für ein kurzes Gastspielim Mai. Foto: Matthias Bein/dpaEin Fuchs lauert am 15. Mai auf dem Brocken in Sachsen Anhalt. Die Eisheiligen sorgen mitunter für ein kurzes Gastspielim Mai. Foto: Matthias Bein/dpa

Osnabrück. Die Eisheiligen kommen auch 2017 wieder im Frühling. Bevor Gartenfreunde empfindliche Pflanzen dauerhaft im Freien pflanzen, sollten sie die Eisheiligen 2017 abwarten. Die Gedenktage der fünf Heiligen sind vom 11. bis 15. Mai 2017. Was bedeutet die Bauernregel der Gestrengen Herren, auch Eismänner genannt?

Wer sind die Eisheiligen 2017? Als Eisheilige bezeichnet der Volksmund die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai 2017. Da sich in der ersten Maihälfte häufig kühle Polarluft in Deutschland ausbreitet, kann sich dann vor allem nachts noch Frost bemerkbar machen. Weil diese Wetterbeobachtung auf die Namenstage der kirchlichen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia fällt (11. bis 15. Mai), wird von den Eisheiligen gesprochen. Bekannt sind die Eisheiligen auch unter „Gestrenge Herren“ und „Eismänner“.

Was bedeutet die Bauernregel der Eisheiligen? Das Sprichwort der Eisheiligen 2017 lautet wie folgt: „Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ Diese  bekannte Bauernregel bezieht sich auf den Namenstag der Sophia am 15. Mai – die letzte „Eisheilige“ 2017. Wichtig ist der Hinweis für Gärtner und Landwirte, weil der mögliche Frost empfindliche Pflanzen oder etwa die Obsternte schädigen kann.

Eisheilige bringen heftige Unwetter mit

im Jahr 2015 hatten die Fachleute vom Deutschen Wetterdienst mit frühsommerlichen Temperaturen – „Heißheiligen“ sozusagen gerechnet. Tatsächlich durften sich der Norden und Osten Deutschlands über Sonne freuen. Süddeutschland kämpfte derweil mit heftigen Unwettern mit zum Teil golfballgroßen Hagelkörnern. Ein Ausläufer des Tiefs „Benedikt“ trennte subtropische Luft über Süddeutschland von kühler, trockener Meeresluft über der nördlichen Landeshälfte.

So waren die vergangenen Eisheiligen: Wetteraufzeichnungen deuten an, dass die Kaltlufteinbrüche der zweiten Maidekade in den vergangenen 150 Jahren häufiger und intensiver eingetreten sind als in der Gegenwart. In den vergangenen Jahren haben sich die Eisheiligen eher rar gemacht. Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst stellt fest: „In den letzten Jahren zeigten sich diese Kaltlufteinbrüche im Mai weniger.“ (Mehr Wetterphänomene: Schafskälte 2017: Wann und was ist das?)

Die Durchschnittstemperatur im Mai 2016 lag zwar mit 13,6 Grad etwas über dem langjährigen Mittelwert, doch trotzdem hatte die Eisheiligen im Mai 2016 ihre Finger im Spiel und ließen die Temperaturen teilweise sogar unter der von Weihnachten 2015 sinken. Die tiefste Temperatur wurde am  5. Mai mit -4,1 Grad in Oberstdorf gemessen wurde. Toptemperaturen wie in Jena mit 31,5 Grad hoben den Mittelwert jedoch deutlich.

Und wie werden die Eisheiligen 2017? Prognosen über das Wetter während der Eisheiligen 2016, können laut Friedrich erst rund eine Woche vorher zuverlässig abgegeben werden. „Erst dann sind Aussagen darüber möglich, ob die Eisheiligen pünktlich kommen und welche Wettertrends zu erwarten sind“, sagt der Meteorologe.

(Mit dpa)


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