21.03.2017, 11:35 Uhr

Versicherungen im Test „Finanztest“: Spezieller Internet-Rechtsschutz unnötig

Die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest hat Internet-Rechtschutzversicherungen getestet. Foto: Colourbox/Oliver HoffmannDie Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest hat Internet-Rechtschutzversicherungen getestet. Foto: Colourbox/Oliver Hoffmann

AFP/es Berlin. Spezielle Rechtsschutzversicherungen für das Internet sind nach Einschätzung von „Finanztest“ unnötig. „Eine ganz normale Rechtsschutzversicherung mit Privat- und Berufsrechtsschutz deckt die meisten Fälle ab“, wie die Zeitschrift am Dienstag aus ihrer neuen Ausgabe berichtet.

Verfügbar sind laut Pressemitteilung der Stiftung Warentest in Deutschland zurzeit drei Spezialpolicen, DEVK Identitätsschutz plus, Arag Web@aktiv Plus und BNP Paribas Cardif Digital Life Protect. Diese kosten, den Angaben zufolge, pro Jahr zwischen 60 und 240 Euro. Wer allerdings beim illegalen Filesharing - also dem Tausch von beispielsweise Musik oder Filmen über Internetplattformen - erwischt werde, habe oft keinen oder nur wenig Schutz durch seine herkömmliche Rechtsschutzversicherung.

Bis zu 1000 Euro für anwaltliche Hilfe

Die Internet-Rechtsschutzversicherungen übernehmen bei Abmahnungen wegen Filesharing bis zu 1000 Euro für anwaltliche Hilfe. Wenn der Fall aber vor Gericht lande, reichten die Versicherungssummen oft nicht aus, um die Anwaltskosten des Mandanten zu decken, berichtet „Finanztest“. Aus diesem Grund zieht die Zeitschrift der Stiftung Warentest in seiner aktuellen Ausgabe das Fazit, eine spezielle Internet-Rechtsschutzversicherung sei nicht nötig: „Eine ganz normale Rechtsschutzversicherung mit Privat- und Berufsrechtsschutz deckt die meisten Fälle ab“, heißt es in der Mitteilung weiter.


0 Kommentare