07.01.2016, 12:28 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Klage von Peta abgewiesen US-Gericht: Affe hat kein Recht an seinem Selfie


Osnabrück . Die Klage der Tierschutzorganisation PETA, wonach ein Affe das Urheberrecht auf ein Selfie haben sollte, wurde in San Francisco abgewiesen.

Die Tierschutzorganisation Peta kündigte in einem Gepräch mit unserer Redaktion an, sie wolle trotz der Niederlage vor dem US-Gericht weiter dafür kämpfen, dass ein Affe das Urheberrecht auf ein von ihm selbstgemachtes Selfie habe.

Auch wenn das Gericht in San Francisco gegen das Anliegen von Peta USA entschieden habe, sehe die Tierschutzorganisation den Fall als weiteren Meilenstein für ihr Bestreben an, dass Tieren bestimmte Grundrechte eingeräumt werden, sagte Peta- Sprecher Peter Höffken. . Sie seien nicht „Etwas“ sind, sondern ein „Jemand“, betonte Höffken. „Wir sehen es deshalb als unsere Verpflichtung an, uns dafür einzusetzen, dass dieses Wissen auch in der Gesetzgebung Eingang findet.“

In dem in San Francisco jetzt entschiedenen Fall ging es um den sechsjährigen Makaken Naruto, der 2011 berühmt wurde, weil er auf den Auslöser einer Kamera gedrückt hatte. Die Bilder, die auf diese Weise entstanden, zeigten das Tier, das auch noch Grimassen schnitt, aus einer besonders nahen Perspektive und sorgten weltweit für Aufsehen.

Allerdings wird seit Jahren darüber gestritten, wem die Rechte an den Fotos gehören. Auch der Fotograf David Slater, mit dessen Kamera das berühmte Affen-Selfie entstanden war, ist bereits mit einer Klage auf das Urheberrecht gescheitert.

Der US-Bundesrichter habe sich nun damit auseinander setzen müssen, ob ein Affe Eigentümer eines Fotos sein kann, anstatt selber Eigentum vom jemand zu sein, so Höffken. Der Fall Naruto habe dazu beigetragen, dies ins Bewusstsein vieler Menschen zu rücken.

Peta USA werde trotz dieser ersten Entscheidung zu dem Fall weiter auf dem Rechtsweg für die Rechte von Naruto an seinem „Selfie“ kämpfen.

In dem Fall ging es um den sechsjährigen Makaken Naruto, der 2011 berühmt wurde, weil er auf den Auslöser einer Kamera gedrückt hatte. Die Bilder, die auf diese Weise entstanden, zeigten das Tier, das auch noch Grimassen schnitt, aus einer besonders nahen Perspektive und sorgten weltweit für Aufsehen. Allerdings wird seit Jahren darüber gestritten, wem die Rechte an den Fotos gehören. Der Affe erhalte kein Urheberrecht auf ein selbstgeschossenes Selbstporträt stellte ein US-Bundesrichter jetzt fest. Eine Dahingehende Klage der Tierschutzorgansation Peta wurde abgewiesen.

Öffentliches Gut

Dem Fotografen David Slater, mit dessen Kamera das berühmte Affen-Selfie entstanden war, hatte die US-Urheberrechstbehörde das Copyright auf das Bild mit der Begründung abgesprochen, da das Foto ein Affe geschossen habe, sei es kein geschütztes Werk und somit öffentliches Gut. Es dürfe folglich auch auf der Plattform Wikipedia verwendet werden. Slater hatte zuvor versucht, das Bild von dort entfernen zu lassen.

Auf Initiative der Tierschutzorganisation Peta musste jetzt ein Gericht in San Francisco über die Rechte des Affen an den Bildern urteilen:

Die Tierschutzorganisation wollte es nicht hinnehmen, dass dem Affen das Recht auf sein Foto verwehrt bleibt und reichte vor einem Bundesgericht in San Francisco Klage gegen den Fotografen ein. Dieser habe das Bild mehrfach unter seinem Namen publiziert und damit das Urheberrecht des Makakenmännchens verletzt. Das Foto soll dem Affen zugeschrieben werden und alle Erlöse aus dem Verkauf und der Lizenzierung ihm und seiner Community zugute kommen, forderte Peta.

Lesen Sie hier: Ärger um Affen-Selfie bei Wikipedia

Der Bundesrichter in San Francisco wies die Klage der Tierschützer aber mit der Begründung ab, dass die US-Regierung entscheiden müsse, ob Tiere künftig Urheberrechte erhalten sollten. Die Anwälte von Peta sind dagegen er Ansicht, dass der Richter der Regierung diese Entscheidung hätte abnehmen müssen. Laut dem US-Patentamt erhalten „Werke, die von der Natur angefertigt wurden“ keinen Urheberschutz, berichtet „Ars Technica“.


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