21.09.2015, 06:30 Uhr zuletzt aktualisiert vor

28. September 2015 Totale Mondfinsternis, Blutmond und Supervollmond


Osnabrück. Am 28. September wartet auf Himmelsgucker ein ganz besonderes Ereignis: Dann wird es seit vielen Jahren wieder eine Mondfinsternis geben, deren totale Phase - wenn das Wetter mitspielt - in Deutschland vollständig beobachtbar sein wird. Dieses Ereignis wird auch Blutmond genannt. Die Mondfinsternis fällt diesmal außerdem mit dem Super-Vollmond zusammen. Es ist der Vollmond, der in diesem Jahr der Erde mit 356 878 Kilometer am nächsten steht.

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  • Zeitplan des Mondes am frühen Morgen des 28. September:
  • Ab 3:07 Uhr wandert der Vollmond in den Kernschatten der Erde und wird nur zunächst teilweise verfinstert.
  • Ab 4:11 Uhr wird der Mond dann vollständig im Kernschatten der Erde verschwunden sein. Die totale Phase beginnt.
  • Um 4:47 Uhr ist die Mitte der Finsternis erreicht:
  • Ab 5:23 Uhr wird der Mond wieder aus dem Erdschatten heraus wandern.
  • Um 6:27 Uhr wird der Mond den Kernschatten der Erde vollständig verlassen haben.

Blutmond

In der Nacht von Sonntag (27. September) auf Montag (28. September) wandert der Mond ab 3:07 Uhr in den Kernschatten der Erde und der Vollmond wird zunächst teilweise verfinstert, erläutert Andreas Hänel, Leiter des Planetariums am Schölerberg in Osnabrück das Spektakel. Ab 4:11 Uhr werde der Mond dann vollständig im Kernschatten verschwunden sein, die totale Phase beginne. „Der Mond wird dann aber nicht unsichtbar, sondern tiefrot vor den Sternen am südwestlichen Himmel stehen.“ Das brachte ihm den Namen Blutmond ein. Auch die Sterne seien besser als sonst zu sehen. „Bei klarem und nicht lichtverschmutztem Himmel ein eindrucksvoller Anblick!“, freut sich Hänel. Das letzte Mal gab es ein solches Ereignis am 3.03.2007.

Supervollmond

Die Tatsache, dass der Vollmond der Erde gleichzeitig noch besonders nahe steht und damit als Supervollmond gilt, spielt nach Hänels Angaben für die Optik aber keine so große Rolle: „Dadurch erscheint der Mond zwar größer, was allerdings kaum auffällt, weil man keinen direkten Vergleich hat“, sagt der Experte.

Die Mitte der Finsternis wird nach Hänels Angaben um frühen Montagmorgen um 4:47 Uhr erreicht: Ab 5:23 Uhr werde der Mond dann wieder aus dem Erdschatten heraus wandern. „Die totale Phase ist beendet“, sagt Hänel. Um 6:27 Uhr werde der Mond den Kernschatten der Erde vollständig verlassen haben.

Freien Blick sichern

Zur Beobachtung des Himmelsspektakels empfiehlt der Experte einen Standpunkt, der einen freien Blick in Richtung Westen biete, denn zum Ende der Totalität werde der Mond nur noch neun Grad hoch über dem Horizont stehen.

Mythen und Geschichten

Um den seltenen Blutmond ranken sich viele düstere Mythen und Geschichten. Ein Blutmond wirkt faszinierend und bedrohlich zugleich, denn er ist einerseits ein einmaliges Naturspektakel verhieß andererseits in vielen Prophezeiungen Unheil und Krieg. Auch die alten Ägypter fürchteten den Blutmond.

Die Chinesen glauben, dass ein riesiger Drache den Mond verschluckt. Mit viel Tamtam und Geschrei wird der Drache verjagt und gibt nach ein paar Minuten den Mond wieder frei.

Bei klarem Wetter sind zwischen 4 und 6 Uhr Beobachtungen am Osnabrücker Museum am Schölerberg geplant.

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