04.10.2014, 09:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Im Halb-Stunden-Takt So stellen Sie die Parkscheibe richtig ein


Osnabrück. Das richtige Einstellen der Parkscheibe stellt so manchen Autofahrer immer wieder vor Probleme. Darf ich auf die volle Stunde aufrunden oder muss ich die Scheibe sogar zurückdrehen? Darf ich meine Parkscheibe weiterdrehen? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum richtigen Einsatz der Parkscheibe.

Das muss ein Autofahrer zum Gebrauch der Parkscheibe wissen:

Wie stelle ich die Parkscheibe richtig ein?

Die meisten Fehler bei der Verwendung von Parkscheiben passieren beim Einstellen auf die Uhrzeit. Grundsätzlich wird die Parkscheibe im Halb-Stunden-Takt gedreht, der weiße Pfeil muss also immer auf die halbe Stunde nach dem Zeitpunkt zeigen, an dem der Autofahrer auf dem Parkplatz angekommen ist. Wer also um 12.07 Uhr ankommt, stellt die Parkscheibe auf 12.30. Wer um 16.33 Uhr einparkt, kann die Parkscheibe auf 17.00 Uhr stellen. Um 9.57 Uhr müsste die Parkscheibe demnach auf 10.00 Uhr gedreht werden - „oder man bleibt fünf Minuten im Auto sitzen“, sagt das OS-Team - und dreht die blaue Scheibe dann auf 10.30 Uhr. Ist die Parkscheibe nachweisbar falsch eingestellt, so wird ein Bußgeld fällig.

Darf ich meine Parkscheibe weiterdrehen?

Das Weiterdrehen der Parkscheibe ist nicht erlaubt. Ist die Parkdauer auf einem Parkplatz auf eine Stunde begrenzt, muss das Auto nach Ablauf dieser Zeit vom Einstellplatz entfernt werden. Der Autofahrer muss sich dann also mindestens einen neuen Parkplatz suchen. Wer die Parkscheibe einfach eine Stunde weiterdreht, muss mit einem Knöllchen rechnen. „Wir haben unsere Möglichkeiten, um das nachzuprüfen“, erläutert das OS-Team. Das Weiterdrehen wird demnach als Überschreiten der erlaubten Höchstparkdauer gewertet und wird daher mit einem entsprechenden Bußgeld bestraft.

Wann muss die Parkscheibe benutzt werden?

Eingesetzt werden muss die Parkscheibe immer dann, wenn es eine Beschilderung fordert oder der Parkautomat ausgefallen ist. Ist Letzteres der Fall, so gilt die Höchstparkdauer des Automaten. Ansonsten zeigt ein Schild an, wie lange das Auto auf dem Parkplatz stehen bleiben darf. In der Regel darf auf zeitlich begrenzten Parkplätzen eine Stunde gestanden werden, danach muss das Fahrzeug entfernt oder zumindest ein neuer Parkplatz aufgesucht werden, sagt das fürs Knöllchen schreiben zuständige OS-Team aus Osnabrück.

Gibt es Vorschriften für das Aussehen einer Parkscheibe?

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt genau vor, wie eine Parkscheibe auszusehen hat. Die Höhe ist auf 150 Millimeter festgelegt, 110 Millimeter muss die Scheibe breit sein. Auch die Farbe darf nicht irgendeine sein: es muss genau das Blau sein, das auch für die regulären Verkehrszeichen gilt. Eine pinke Parkscheibe zum Beispiel kann von strengen Ordnungshütern als Falschparken ausgelegt werden . „Was das Aussehen der Parkscheibe angeht sind wir aber eigentlich kolant“, sagt das OS-Team dazu. Zettel mit den aufgeschriebenen Ankunftszeiten hinter die Scheibe zu legen, ersetzt die Parkscheibe allerdings nicht.

Mit welchen Bußgeldern muss ich rechnen?

Wer seine Parkscheibe nicht benutzt, überschreitet von Anfang an die zulässige Höchstparkdauer. Das Bußgeld richtet sich nach der Länge des Überschreitens der Höchstparkdauer. Ab Minute 1 nach Ablauf der zulässigen Parkdauer bis zu einer halben Stunde werden zehn Euro berechnet. Bis zu einer Stunde werden 15 Euro berechnet. Im Stundentakt erhöht sich das Bußgeld dann um fünf Euro. Ab drei Stunden werden schließlich 30 Euro fällig. Übrigens: Wer nicht platzsparend parkt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro rechnen.


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