27.07.2014, 17:06 Uhr

Kita, Kindergarten und Krippe Kita-ABC Teil 4: Von „Haftung“ bis „Krippe“

Weil Kita-Kids bei jedem Wetter draußen spielen, brauchen sie Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel oder wenigstens Sachen, die auch mal richtig dreckig werden dürfen. Symbolfoto: dpaWeil Kita-Kids bei jedem Wetter draußen spielen, brauchen sie Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel oder wenigstens Sachen, die auch mal richtig dreckig werden dürfen. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Mit dem Beginn des Kindergartens startet ein ganz neuer Lebensabschnitt für Eltern und Kinder. Damit verbunden sind eine Unmenge von Informationen und Fachbegriffen. Unser Kindergarten-ABC soll die Orientierung erleichtern: Hier geht es von H wie „Haftung“ bis zu K wie „Krippe“.

H

Haftung: Für mitgebrachte Dinge und Schäden, die Kinder an den Sachen anderer Kinder anrichten, übernehmen die Kitas keine Haftung.

Haus der kleinen Forscher: Ein- bis zweimal in der Woche machen die kleinen Forscher richtige Experimente, zum Beispiel zum Thema Magnetismus oder Wasser. Das weckt die Neugier.

I

Integrationsgruppe: Hier werden auch Kinder mit besonderem Förderbedarf betreut. Eine Integrationsgruppe hat maximal 18 Plätze, davon vier für Kinder mit Förderbedarf. Zwei Erzieherinnen und eine Fachkraft für Integration kümmern sich um die Jungen und Mädchen. Die Betreuung wird speziell auf die Diagnose der Kinder abgestellt. Kinder mit Down-Syndrom brauchen andere Förderung als ein Autist, ein Kind mit einem schweren Herzfehler eine andere als eines mit einer Entwicklungsverzögerung.

J

Jahresplan: Das Kindergartenjahr wird frühzeitig geplant und der Plan den Eltern oft in Papierform überreicht. Jahreszeiten und Feste spielen dabei eine große Rolle.

K

Kleidung: Weil Kita-Kids bei jedem Wetter draußen spielen, brauchen sie Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel oder wenigstens Sachen, die auch mal richtig dreckig werden dürfen. Weil es im Haus aber warm ist und außerdem der Dreck nicht von draußen hereingeschleppt werden soll, brauchen sie noch Stoppersocken oder Hausschuhe. Manche Kitas wünschen einen Beutel mit Wechselsachen, andere greifen auf einen Fundus von vergessenen Hosen und Shirts zurück, wenn wirklich mal ein Malheur passiert sein sollte.

Krank: Akut kranke Kinder gehören nicht in die Kita und sollten sich zu Hause richtig auskurieren dürfen. Sonst fühlen sie sich nicht gut und stecken darüber hinaus andere Kinder und auch die Erzieherinnen an. Und das will niemand. Tipp aus den Kitas: Rechtzeitig ein Netzwerk aus Familie, Bekannten, Nachbarn aufbauen. Oder im Familienbüro der Stadt um Vermittlung einer Betreuung bitten. Ganz wichtig: Medikamente gibt’s nur von den Eltern. Ganz streng gesehen dürfen Erzieherinnen nicht einmal Salbe auf den Mückenstich schmieren. Ausnahmen gibt es nur für Notfälle wie akute Asthmaattacken oder Ähnliches.

Krippe: In einer Krippengruppe werden bis zu 15 Kinder unter drei Jahren betreut. Die Gruppenstärke variiert nach dem Alter der Kinder. Theoretisch können Kinder ab acht Wochen aufgenommen werden. Dem Paragrafen nach kümmern sich zwei Erzieherinnen um die „Zwerge“.

Das Kindergarten-Abc: Hier geht es zum Glossar


Bei der Zusammenstellung der Begriffe waren mehrere Erzieherinnen aus Bramsche behilflich, unter anderem: Brigitte Büddefeld (Waldorf-Kita „Auf dem Vogelbaum“), Denis Fürst (ev-luth. Kindertagesstätte St. Marien Ueffeln), Christiane große Sextro (Familienzentrum Grüner Brink), Monika Kramer (Familienzentrum St. Martinus), Eva Pollee (Kindergarten Haus Elbestraße), Sabine Stein (Familienzentrum Hesepe) und Martina Wübker( Awo-Kita Geschwister-Scholl-Straße).

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