17.03.2017, 12:17 Uhr

Champions-League-Viertelfinale Dortmund-Gegner Monaco: Drei Talente und ein Rückkehrer


Osnabrück. In einem spektakulären Achtelfinale hat sich AS Monaco gegen Manchester City durchgesetzt. Von allen noch aktiven Champions-League-Teilnehmern haben die Monegassen die bislang längste Reise zurückgelegt. Und sie könnte noch andauern...

Nach dem Achtelfinal-Aus von Paris St. Germain ist die AS Monaco der einzige verbliebene französische Vertreter in der Runde der letzten Acht. Bei den Monegassen überzeugen in dieser Saison drei Talente und ganz besonders: der Rückkehrer.

Der Weg ins Viertelfinale:

Wie bereits gesagt: die Champions-League-Saison 2016/17 ist für die AS schon jetzt länger als für die übrigen Viertelfinalisten. Denn nach dem 3. Platz in der abgelaufenen Saison in der Ligue 1 musste sich die Mannschaft durch zwei Qualifikationsrunden kämpfen. Über Siege gegen Fenerbahce Istanbul und den FC Villareal wurde Monaco in die Gruppe E zu Bayer Leverkusen, Tottenham Hotspur und ZSKA Moskau gelost. Monaco setzte sich, trotz der relativ ausgeglichenen Gruppe, schon früh durch und machte den Viertelfinaleinzug dank der Konkurrenzergebnisse schon am 4. Spieltag perfekt. Das Achtelfinale gegen Pep Guardiolas Manchester City war spektakulär: einer 5:3-Auswärtsniederlage folgte ein 3:1-Heimsieg. Gegen favorisierte Engländer überzeugte Monaco vor allem offensiv.

Die Mannschaft:

Über die größten Stars verfügt der Verein nicht. Neben Mittelfeldabräumer Fabinho fallen jedoch vier Offensivspieler besonders auf: Bernardo Silva, Thomas Lemar und Kylian Mbappé mischen sowohl in der heimischen Liga, als auch in der Champions League die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. In der Spitze bedienen sie dann oft den größten Star des Teams: Radamel Falcao. Der Kolumbianer hat nach Episoden bei Chelsea und Manchester United wieder zurück zu alter Stärke gefunden und in Liga und Champions League bereits 20 Tore erzielt. Seit drei Jahren steht der Portugiese Leonardo Jardim an der Seitenlinie und führt das Team konstant in die Champions League.

Lage in der Liga:

Mit einem Wort: Spitze. Nach 29 Spieltagen hat die AS Monaco 68 Punkte auf dem Konto und damit 3 Zähler Vorsprung auf den, eigentlich übermächtigen, Verfolger aus Paris. Das Titelrennen ist zwar weiter spannend, die Monegassen beeindrucken aber mit einer Tordifferenz von 84:26. Monaco ist in dieser Saison eine wahre Tormaschine.

Historie:

Die AS Monaco wurde 1919 gegründet und zählt seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den erfolgreichsten Vereinen in Frankreich. Der Verein spielt übrigens in der Ligue 1, weil es keine Liga im Staat Monaco gibt. Bislang feierte der Verein sieben Mal die französische Meisterschaft (1961, 1963, 1978, 1982, 1988, 1997, 2000) und fünf mal den Pokalsieg (1960, 1963, 1980, 1985, 1991). International reichte es für zwei Finalteilnahmen: im Europapokal der Pokalsieger 1992 und der Champions League 2004. Die bekanntesten Spieler in der Vereinshistorie waren Thierry Henry, David Trezeguet und James Rodríguez.

Bilanz gegen Gegner/deutsche Klubs:

Gegen deutsche Gegner gab es bislang fünf K.o-Duelle, allerdings weder gegen Bayern, noch gegen Dortmund. In diesen fünf Duellen hieß der Sieger drei Mal AS Monaco. Das einzige Finale gegen ein deutsches Team ging jedoch verloren (Europapokal der Pokalsieger 1992 gegen Werder Bremen, 0:2).


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