12.03.2015, 18:26 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Osnabrück auf Platz drei Niedersachsen: So viele Hooligans* haben die Fußballvereine

Teilnehmer von Hogesa stürzen in Köln einen Polizeibulli um. Foto: dpaTeilnehmer von Hogesa stürzen in Köln einen Polizeibulli um. Foto: dpa

Osnabrück. Im Umfeld der Fußballvereine in Niedersachsen sind rund 1500 Hooligans* polizeibekannt. Etwa zwei Drittel rechnet das Innenministerium in einer Antwort auf eine Parlamentsanfrage Hannover 96 und Eintracht Braunschweig zu. Dahinter folgen Vereine aus der Region.

*Zu unserer Meldung bezüglich der Anzahl der Hooligans im Umfeld niedersächsischer Fußballvereine teilt die Landesinformationsstelle für Sporteinsätze am Freitag mit, dass die Bezeichnung Hooligan nach Behörden-Definition lediglich auf rund 300 Personen im Land zutreffe. Insgesamt etwa 1500 Anhänger der Vereine würden von den Behörden als gewaltbereit (Kategorie B) oder gewaltsuchend (Kategorie C) eingestuft.

Etwa zwei Drittel rechnet das Innenministerium in einer Antwort auf eine Parlamentsanfrage Hannover 96 und Eintracht Braunschweig zu. Auf Platz drei steht der VfL Osnabrück mit 120 Hooligans der Kategorie B (gewaltgeneigt) und 60 der Kategorie C (gewaltsuchend). Dem Umfeld des Regionalligisten SV Meppen rechnet das Ministerium insgesamt 110 Hooligans zu. Oldenburg (100), Emden (20) und Wilhelmshaven (14) folgen auf hinteren Plätzen.

Hooligans waren zuletzt im Zuge der Bewegung „Hooligans gegen Salafisten“, kurz Hogesa, öffentlich in Erscheinung getreten. Kundgebungen fanden unter anderem in Hannover oder aber in Köln statt. Hier geriet die Veranstaltung außer Kontrolle, es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zur Demo am 15. November in Hannover teilt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) jetzt mit: An der Versammlung und deren Organisation seien „sowohl Rechtsextremisten als auch Hooligans“ beteiligt gewesen. 45 Prozent der rund 3200 Teilnehmer seien Hooligans oder Mitglieder der rechten Szene gewesen. Den Sicherheitsbehörden im Land seien aber keine „strukturellen Verbindungen“ zwischen den Lagern bekannt.

Die komplette Antwort des Innenministers kann auf der Homepage des Landtages als PDF heruntergeladen werden. Hier zum Download


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