01.12.2016, 12:11 Uhr

Auf Geräten mit Android-Betriebssystem Eine Million Google-Smartphones mit Virus „Gooligan“ befallen

Mehr als eine Million Android-Smartphones von Google vsind Opfer eines Hacker Angriffs geworden. Die Google-Konten wurden mit der Malware „Gooligan“ infiziert. Foto: Christof Kerkmann/dpaMehr als eine Million Android-Smartphones von Google vsind Opfer eines Hacker Angriffs geworden. Die Google-Konten wurden mit der Malware „Gooligan“ infiziert. Foto: Christof Kerkmann/dpa

afp/stum New York. Android-Smartphones von Google sind nach Angaben von Forschern zu Opfern eines großen Hackerangriffs geworden. Wie die israelische Firma „Check Point Software Technologies“ mitteilte, wurden auf den Smartphones die Google-Konten von mehr als einer Million Nutzern mit dem Virus „Gooligan“ infiziert.

Diese Schadsoftware sei laut der auf den Schutz vor Cyberkriminalität spezialisierten Firma in der Lage, auf den Geräten gespeicherte E-Mail-Adressen, Passwörter und weitere Daten aus Googles E-Mail-Programm „Gmail“ und anderen Diensten wie „Google Photos“ oder „Google Docs“ zu entwenden. Betroffen sind den Angaben zufolge Geräte mit den Android-Versionen 4.0 und 5.0. Dies seien 74 Prozent der Android-Smartphones.

Von den betroffenen Geräten werden nach Angaben von „Check Point“ rund neun Prozent in Europa verwendet und 57 Prozent in Asien. Es sei eine neue Strategie in der Cyberkriminalität, dass nun auch Smartphones attackiert würden. Die Schadsoftware „Gooligan“ gerate auf das Smartphone, wenn der Nutzer eine mit der Malware infizierte App herunterlade oder einen betrügerischen Link in einer E-Mail anklicke, warnte das Unternehmen. Check Point lieferte nach eigenen Angaben detaillierte Informationen über die Schadsoftware an Google. Der US-Konzern habe zugesagt, Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher zu ergreifen. Google selbst äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu den Check-Point-Informationen.

„Check Point“ stellt einen Link bereit, mit dem man überprüfen kann, ob das eigene Google-Konto infiziert ist. Dazu muss man auf der entsprechenden Website die E-Mail-Adresse eingeben, die mit dem Google-Konto verknüpft ist. Außerdem hat „Check Point“ eine Liste mit Apps veröffentlicht, über die die Schadsoftware in das Google-Konto eindringt.


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