17.02.2017, 18:14 Uhr

Lieser fällt mit Grippe aus Artland Dragons gegen Bernau: Angriff auf Platz eins

Gibt die Richtung vor: Gregory Graves und die Artland Dragons wollen nach oben an die Tabellenspitze der ProB. Foto: Rolf KamperGibt die Richtung vor: Gregory Graves und die Artland Dragons wollen nach oben an die Tabellenspitze der ProB. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Nervös? Nein! Aber voller Vorfreude. Die Artland Dragons empfangen an diesem Samstag (19.30 Uhr) den punktgleichen Tabellenführer Lok Bernau in der vermutlich ausverkauften Artland Arena. Eine angemessene Atmosphäre für das Spitzenspiel der ProB.

Florian Hartenstein hat selbst schon viele Spiele in der Artland Arena absolviert – und den größten Teil davon vor ausverkauftem Haus. Der neue Trainer der Artland Dragons weiß um die Stimmung, die diese Halle erzeugen kann, wenn hier 3000 Fans ein Basketball-Spiel sehen.

Hartenstein: Freue mich auf die Partie

Aufgeregt ist der einstige Bundesliga-Spieler und jetzige Trainer da nicht mehr. Und dennoch spürt auch er das Kribbeln. „Ich freue mich sehr auf die Partie“, sagt er vor dem Topduell. Beide Teams liegen seit Wochen gleichauf an der Tabellenspitze. Der Sieger der Partie hat die Position an der Sonne also erst einmal alleine für sich. Drei Spieltage vor Schluss der Hauptrunde ist das also bereits eine kleine Vorentscheidung im Kampf um den Spitzenplatz der Tabelle im Norden. (Weiterlesen: Dragons – Trainerwechsel zahlt sich aus)

Niederlage im Hinspiel

Auch auf den direkten Vergleich schauen die Teams. Mit 74:78 verloren die Quakenbrücker das Hinspiel in der Nähe von Berlin. Gewinnen sie am Samstag mit mehr als fünf Punkten, könnten sie sich in den letzten zwei Partien in Itzehoe und gegen Schalke sogar eine Niederlage „leisten“ und würden dennoch als Hauptrunden-Erster in die Mitte März beginnenden Playoffs starten. „Platz eins ist jetzt das Ziel“, sagt Hartenstein und weiß: „Der Druck ist bei uns größer als bei Bernau, die als Aufsteiger schon mehr erreicht haben als gedacht.“

Lohn für die letzten Wochen

Das Topduell ist für die Dragons so etwas wie der Lohn für die letzten Wochen. Unter dem neuen Trainerteam Hartenstein/Christian Greve ist die Mannschaft noch unbesiegt. Fünf Erfolge gab es. „Die letzten Spiele haben wir durch Kampfgeist gewonnen“, betont Hartenstein und fügt an: „Darauf setzen wir auch diesmal.“ Und auf eine verbesserte Offensive. „Wir haben uns jede Woche ein Stückchen verbessert. Gegen Bernau wollen wir vor allem offensiv noch etwas drauflegen“, kündigt er an: „Die Partie wird für uns auch ein Maßstab, um zu sehen, wie weit wir uns entwickelt haben.“ Einfach, das weiß der Trainer, wird es nicht. Der Aufsteiger ist das beste Defensivteam der Liga. Und auch im Angriff haben sie einiges zu bieten. Beim Tabellenführer macht es die Mischung.

Routinier Kulawick

Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist Aufbauspieler Pierre Bland. Scharfschütze Robert Kulawick bringt Routine und Erfahrung ein und Albas Nachwuchstalent Ferdinand Zylka die freche Unbekümmertheit.

Weiterlesen: Dragons bereit für das Topspiel gegen Bernau

Von den Anlagen her sind sich die beiden Kontrahenten ansonsten sehr ähnlich. „Sie sind wie wir nicht besonders groß besetzt, sie verteidigen wie wir sehr aggressiv, und auch bei Bernau haben die Spieler viele Freiheiten“, sagt Hartenstein und glaubt daher auch an ein „knappes Duell auf Augenhöhe“.

Lieser fällt aus

In dieses gehen die Dragons allerdings leicht geschwächt. Philipp Lieser fällt grippegeschwächt aus. „Er wird nicht rechtzeitig fit, und er wird uns sehr fehlen“, betont Hartenstein. Auf seinen Drang zum Korb und seine gute Verteidigung müssen die Quakenbrücker verzichten. Dafür stehen mit Thorben Döding, Johann Potratz und Danielius Lavrinovicius drei Nachwuchskräfte bereit.

Unterstützung gibt es zudem von den Fans, die auf dem besten Wege sind, sich ein Fest zu erspielen . Mit der Samtgemeinde, der Stadt Quakenbrück, der Herforder Brauerei und Getränke Vorwerk spendieren die Drachen ihren Anhängern Bratwürste und Getränke, sollte gegen Bernau die Arena voll besetzt sein. Noch 150 Karten gibt es an der Abendkasse. Wer also noch ein Ticket will, sollte sich frühzeitig anstellen.


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