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Spielwarenmesse in Nürnberg beginnt – Lego jubelt: Bestes Jahr aller Zeiten
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Ravensburger mit Umsatzplus

Spielwarenmesse in Nürnberg beginnt – Lego jubelt: Bestes Jahr aller Zeiten

Nürnberg. Der dänische Spielwarenhersteller Lego hat seine Marktführerschaft in Deutschland im vergangenen Jahr ausgebaut. Hierzulande habe der Konzern seinen Einzelhandelsumsatz um 12,7 Prozent auf 331 Millionen Euro gesteigert, teilte das Unternehmen gestern im Vorfeld der heute beginnenden Spielwarenmesse in Nürnberg mit.

 
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Lego für Mädchen: In der „Friends“-Reihe wird es ab Mitte des Jahres auch eine Jacht geben. Foto: Karten Grosser Schleich ist für seine Tierfiguren bekannt. Künftig gibt es auch die Schlümpfe von diesem Hersteller. Foto: Karsten Grosser Drachen sind ein beliebtes Thema für Kinderspielzeug. Die Figuren sind von Schleich. Foto: Karsten Grosser Dieses Fluggerät von Spinmaster lässt sich berührungslos mit der Hand steuern. Foto: Karsten Grosser Der Robo-Fish von Goliath fängt an zu schwimmen, sobald er ins Wasser gelassen wird. Foto: Karsten Grosser Auch diese Fee fliegt wie von „Feenhand“. Foto: Karsten Grosser Das gute alte Kettcar in neuem Outfit. Foto: Karsten Grosser IMC Toys schickt die ViP Pets ins Rennen. Foto: Karsten Grosser Ein Auto, das sich im Wasser fortbewegt: Das konnte früher nur Dudu. Foto: Karsten Grosser Drei Stewardessen und ihre Fluggeräte von Silverlit. Foto: Karsen Grosser Ein ferngesteuerter Helikopter, auf dessen Rotorblätter Licht projiziert wird. Foto: Karsten Grosser Mit einem iPhone bekommt dieser Roboter ein Gesicht. Foto: Karsten Grosser Zwei neue Herausforderer für Axel Schulz: die Boxroboter Battroborg von Tomy. Foto: Karsten Grosser Der Pegasus-Verlag bringt einem Spiel heraus, das das Miniatur-Wunderland in Hamburg thematisiert. Foto: Karsten Grosser 1,40 Meter lang und 1,60 Meter hoch: Dieser Schaufelradbagger von Fischer-Technik ist riesig. Foto: Karsten Grosser Furby ist zurück – natürlich mit vielen neuen Funktionen. Foto: Karsten Grosser Bausteine mit integrierten Lichtquellen – ein echter Hingucker. Foto: Karsten Grosser Feen mit Blumenkleid: die Flowees. Foto: Karsten Grosser Von Noris gibt es Strick-Sets. Scheint Spaß zu machen... Foto: Karsten Grosser Auch Playmobil lässt die Drachen frei. Foto: Karsten Grosser Tolle Idee: handgefertigte Puppen nach Vorlage von Kinderbildern. Foto: Karsten Grosser Komplett-Set: Ravensburger bietet Puzzles mit Rahmen an. Foto: Karsten Grosser Der Turnator von Carrera kann tolle Stunts. Foto: Karsten Grosser Lego bringt in diesem Jahr noch einen verbesserten Mindstorms-Roboter heraus. Foto: Karsten Grosser Beim Live Kicker einer Osnabrücker Firma können die Figuren taktisch aufgestellt werden. Foto: Karsten Grosser Legends of Chima - die neue Produktreihe von Lego. Foto: Karsten Grosser Der größte Bausatz von Lego Technic kommt in der zweiten Jahreshälfte in den Handel. Foto: Karsten Grosser
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„Das Jahr 2012 war für Lego das beste aller Zeiten“, sagte Vizepräsident Michael Kehlet. Allein 27 der 50 meistverkauften Spielsachen im vergangenen Jahr seien Lego-Produkte gewesen. Größte Wachstumstreiber seien die neu eingeführte Produktlinie „Friends“, die sich speziell an Mädchen richtet, sowie die Reihe „Ninjago“. Die stärkste Produktserie sei wie im Vorjahr „Star Wars“ gewesen. Auch mittels der nun in Nürnberg neu vorgestellten Abenteuerwelt „Legends of Chima“ will das Unternehmen mittelfristig den Marktanteil in Deutschland von 16,7 Prozent auf mindestens 20 Prozent steigern.

Auch Ravensburger, Europas Nummer eins bei Gesellschaftsspielen und Puzzles, verbuchte im vergangenen Jahr ein Plus: Der Umsatz kletterte um 3,1 Prozent auf knapp 330 Millionen Euro. Laut Vorstandschef Karsten Schmidt waren die audiodigitalen Lernspielreihe „Tiptoi“ und 3-D-Puzzles die Wachstumstreiber. Einbußen bei den Kinder- und Jugendbüchern sowie Umsatzrückgänge im westeuropäischen Ausland verhinderten ein besseres Ergebnis.

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten sei der Markt in Deutschland im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gewachsen, berichtete Werner Lenzner vom Marktforschungsunternehmen NPD Group Deutschland. Ihm zufolge war 2012 besonders elektronisches Lernspielzeug gefragt: Die zwei bestverkauften Produkte seien Tablet-PCs für Kinder gewesen. Zudem habe der Umsatz mit Spielsachen für Mädchen ungewohnt stark zugelegt.

Sowohl Lego als auch Ravensburger betonten, dass das Umsatzplus im deutschen Spielwarenmarkt auf höhere Preise im Handel zurückzuführen sei. Die Zahl der verkauften Produkte sei leicht rückläufig bis stabil. Zudem habe das Weihnachtsgeschäft erst im Dezember Fahrt aufgenommen.

Die in Fürth beheimatete Simba Dickie Group, zu der Marken wie Schuco, Eichhorn und der Bobby-Car-Hersteller BIG gehören, verzeichnete im vergangenen Jahr einen leichten Umsatzrückgang auf 615 Millionen Euro, wie der Konzern im Vorfeld der Messe mitteilte. Grund für das Minus seien die Wirtschaftskrise in Südeuropa sowie der Produktionsausfall in einem thailändischen Werk. Nach eigenen Angaben habe Simba Dickie in Deutschland einen Marktanteil von 7,5 Prozent. Damit liege das Unternehmen in Deutschland nach Lego, Mattel und Playmobil auf Platz vier. Auch der Verlag Schmidt Spiele, einer der führenden Anbieter von Puzzles und Gesellschaftsspielen in Deutschland, verbuchte für 2012 ein Umsatzminus von 50 auf gut 46 Millionen Euro. Das Berliner Unternehmen habe unter der Pleite der Drogeriekette Schlecker gelitten. Zudem sei das vorangegangene Ergebnis dank des Preises „Spiel des Jahres 2011“ für das Legespiel „Qwirkle“ positiv beeinflusst worden.

Das Segment der Gesellschaftsspiele und Puzzles insgesamt schwächelt ebenfalls. Laut der Fachgruppe Spiel erzielte dieser Bereich im vergangenen Jahr einen Umsatz von 350 Millionen Euro – rund 50 Millionen Euro weniger als noch vor zwei Jahren.

Der US-amerikanische Branchenriese Hasbro („Monopoly“) kündigte derweil an, nach einem mauen Weihnachtsgeschäft die Belegschaft um zehn Prozent zu kürzen. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 5800 Mitarbeiter.

Auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg stellen von heute bis Montag 2747 Unternehmen etwa eine Million Produkte vor, darunter etwa 70000 Neuheiten.


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