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Spielwarenmesse in Nürnberg beginnt – Lego jubelt: Bestes Jahr aller Zeiten
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Spielwarenmesse in Nürnberg beginnt – Lego jubelt: Bestes Jahr aller Zeiten
Spielwarenmesse in Nürnberg beginnt – Lego jubelt: Bestes Jahr aller Zeiten
Nürnberg. Der dänische Spielwarenhersteller Lego hat seine Marktführerschaft in Deutschland im vergangenen Jahr ausgebaut. Hierzulande habe der Konzern seinen Einzelhandelsumsatz um 12,7 Prozent auf 331 Millionen Euro gesteigert, teilte das Unternehmen gestern im Vorfeld der heute beginnenden Spielwarenmesse in Nürnberg mit.
„Das Jahr 2012 war für Lego das beste aller Zeiten“, sagte Vizepräsident Michael Kehlet. Allein 27 der 50 meistverkauften Spielsachen im vergangenen Jahr seien Lego-Produkte gewesen. Größte Wachstumstreiber seien die neu eingeführte Produktlinie „Friends“, die sich speziell an Mädchen richtet, sowie die Reihe „Ninjago“. Die stärkste Produktserie sei wie im Vorjahr „Star Wars“ gewesen. Auch mittels der nun in Nürnberg neu vorgestellten Abenteuerwelt „Legends of Chima“ will das Unternehmen mittelfristig den Marktanteil in Deutschland von 16,7 Prozent auf mindestens 20 Prozent steigern.
Auch Ravensburger, Europas Nummer eins bei Gesellschaftsspielen und Puzzles, verbuchte im vergangenen Jahr ein Plus: Der Umsatz kletterte um 3,1 Prozent auf knapp 330 Millionen Euro. Laut Vorstandschef Karsten Schmidt waren die audiodigitalen Lernspielreihe „Tiptoi“ und 3-D-Puzzles die Wachstumstreiber. Einbußen bei den Kinder- und Jugendbüchern sowie Umsatzrückgänge im westeuropäischen Ausland verhinderten ein besseres Ergebnis.
Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten sei der Markt in Deutschland im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gewachsen, berichtete Werner Lenzner vom Marktforschungsunternehmen NPD Group Deutschland. Ihm zufolge war 2012 besonders elektronisches Lernspielzeug gefragt: Die zwei bestverkauften Produkte seien Tablet-PCs für Kinder gewesen. Zudem habe der Umsatz mit Spielsachen für Mädchen ungewohnt stark zugelegt.
Sowohl Lego als auch Ravensburger betonten, dass das Umsatzplus im deutschen Spielwarenmarkt auf höhere Preise im Handel zurückzuführen sei. Die Zahl der verkauften Produkte sei leicht rückläufig bis stabil. Zudem habe das Weihnachtsgeschäft erst im Dezember Fahrt aufgenommen.
Die in Fürth beheimatete Simba Dickie Group, zu der Marken wie Schuco, Eichhorn und der Bobby-Car-Hersteller BIG gehören, verzeichnete im vergangenen Jahr einen leichten Umsatzrückgang auf 615 Millionen Euro, wie der Konzern im Vorfeld der Messe mitteilte. Grund für das Minus seien die Wirtschaftskrise in Südeuropa sowie der Produktionsausfall in einem thailändischen Werk. Nach eigenen Angaben habe Simba Dickie in Deutschland einen Marktanteil von 7,5 Prozent. Damit liege das Unternehmen in Deutschland nach Lego, Mattel und Playmobil auf Platz vier. Auch der Verlag Schmidt Spiele, einer der führenden Anbieter von Puzzles und Gesellschaftsspielen in Deutschland, verbuchte für 2012 ein Umsatzminus von 50 auf gut 46 Millionen Euro. Das Berliner Unternehmen habe unter der Pleite der Drogeriekette Schlecker gelitten. Zudem sei das vorangegangene Ergebnis dank des Preises „Spiel des Jahres 2011“ für das Legespiel „Qwirkle“ positiv beeinflusst worden.
Das Segment der Gesellschaftsspiele und Puzzles insgesamt schwächelt ebenfalls. Laut der Fachgruppe Spiel erzielte dieser Bereich im vergangenen Jahr einen Umsatz von 350 Millionen Euro – rund 50 Millionen Euro weniger als noch vor zwei Jahren.
Der US-amerikanische Branchenriese Hasbro („Monopoly“) kündigte derweil an, nach einem mauen Weihnachtsgeschäft die Belegschaft um zehn Prozent zu kürzen. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 5800 Mitarbeiter.
Auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg stellen von heute bis Montag 2747 Unternehmen etwa eine Million Produkte vor, darunter etwa 70000 Neuheiten.
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11.05.2013
