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Experten: Arbeitslosenzahl verharrt bei drei Millionen
Nürnberg. Das kalte Winterwetter hat im Februar die Zahl der Arbeitslosen bei rund drei Millionen verharren lassen - trotzdem präsentiert sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust.
Nach Einschätzung von HypoVereinsbank-Volkswirt Alexander Koch hat der klirrende Frost auf vielen Baustellen zu Arbeitsunterbrechungen gezwungen. Trotz der dämpfenden Wirkung des sogenannten Saisonkurzarbeitergeldes könne das schon dem einem oder anderen Bauarbeiter vorübergehend den Job gekostet und zu einem Anstieg Arbeitslosenzahlen geführt haben, gab Koch zu bedenken. «Wir haben im Februar schon klar negative Effekte vom Bau», betont er.
Nach Abzug dieser saisonalen Faktoren überwiegt bei den befragten Fachleuten vorsichtiger Optimismus. «Viele Indikatoren deuten auf eine weitere Expansion am Arbeitsmarkt hin. Das zeigte beispielsweise die weiterhin wachsende Zahl bei den offenen Stellen», macht etwa Konjunkturforscher Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut deutlich. Vor allem Dienstleistungsunternehmen, aber auch viele Baufirmen planten nach dem Ifo-Beschäftigungsbarometer weiterhin Neueinstellungen. Auch die deutsche Industrie profitiere weiter davon, dass sie international wettbewerbsfähig sei, sagte der Ifo-Vertreter.
Einig sind sich die Fachleute aber auch darin, dass die Zeiten der rasanten Jobzuwächse wie im Jahr 2011 erst einmal vorbei sind. «Das geht derzeit alles in Richtung eines moderaten Beschäftigungswachstums», meint etwa Hypvereinsbank-Vertreter Koch. Deutsche Bank-Volkswirt Stefan Schneider hält in den kommenden Monaten sogar vorübergehend einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen für möglich. Ein deutlicher Hinweis darauf ist für ihn der jüngste Einkaufsmanager-Index: «Die Daten zeigen, dass die Unternehmen inzwischen bei Neueinstellungen vorsichtiger planen, weil sie nicht genau wissen, was sie in den kommenden Monaten an Personal brauchen».
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