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Lufthansa verliert durch Lotsenstreik Millionen
Frankfurt/main. Die Lufthansa erleidet wegen des Streiks der Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen deutliche Verluste. Die Umsatzausfälle lägen im hohen zweistelligen Millionenbereich, sagte Personalvorstand Stefan Lauer der «Financial Times Deutschland (Mittwoch).
Erneut sollten rund 80 Prozent des geplanten Verkehrs abgewickelt werden. Fraport sieht sich in dem Konflikt auch für einen längeren Ausstand gerüstet. «Wir gehen davon aus, dass wie am Montag und Dienstag alles sehr geregelt und ruhig ablaufen wird», sagte ein Unternehmenssprecher.
Am Vormittag (11.00 Uhr) wollte die Fraport-Spitze in einer Pressekonferenz über die Lage informieren. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat den Streik bis Freitagnacht verlängert. Sie will ein komplett neues Tarifwerk für rund 200 Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten erzwingen. Man werde weitermachen, erklärte Gewerkschaftssprecher Matthias Maas am Mittwoch, und verwies auf die hohen wirtschaftlichen Schäden bei der Lufthansa.
Seit Streikbeginn bis einschließlich Dienstag sei es bei der Lufthansa zu knapp 700 Flugausfällen gekommen, 55 000 Passagiere hätten nicht befördert werden können, nannte der Lufthansa-Manager Lauer weitere Eckdaten. Zur Auslastung der Interkontinentalmaschinen, die nun von deutlich weniger Zubringern erreicht werden und in internationaler Konkurrenz stehen, machte das Unternehmen keine Angaben.
«Wir sind Hauptbetroffener des Streiks», sagte Lauer. Für die Fluggesellschaft ist der Frankfurter Flughafen das mit Abstand wichtigste Drehkreuz. Die harte Haltung des Flughafenbetreibers unterstützte Lauer: «Wir sind der Auffassung, dass Fraport der Erpressung durch die GdF nicht nachgeben sollte.» Die Forderungen seien nicht hinnehmbar.
Sollte der Arbeitskampf andauern, erwägt die Lufthansa laut Lauer auch juristische Maßnahmen gegen die Gewerkschaft. «Das schließen wir nicht aus.» Erwogen würden dann auch Schadenersatzansprüche wegen Unverhältnismäßigkeit.
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