Noz
Kontakt

·

ePaper

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Deutschland & Welt

|

Wirtschaft

|

Milliarden für Kosmetik: BASF kauft Cognis
wirtschaft

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: dpa 23. Juni 2010 16:35 Uhr


Milliarden für Kosmetik: BASF kauft Cognis

Ludwigshafen. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF setzt einen Milliardenbetrag auf das Thema Schönheit: Mit der 3,1 Milliarden Euro teuren Übernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis steigt BASF nach Unternehmensangaben vom Mittwoch zur Nummer eins im Geschäft mit Kosmetik-Inhaltsstoffen auf.

 
Die Eigentümer von Cognis hätten bereits zugestimmt. Bereits seit Wochen war über den Verkauf von Cognis an BASF spekuliert worden.  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Zuletzt kommentiert








Der reine Kaufpreis beträgt dabei 700 Millionen Euro, der Rest falle vor allem für Schulden und Pensionsverpflichtungen an, hieß es. Die Cognis-Eigentümer haben den Angaben zufolge bereits zugestimmt, die Genehmigung der Kartellbehörden steht aber noch aus. Mit dem Abschluss des Geschäfts wird bis spätestens November gerechnet.

«Mit dem Erwerb von Cognis stärken wir unser Portfolio mit konjunkturrobusten und ertragsstarken Geschäften», sagte BASF- Vorstandschef Jürgen Hambrecht bei einer Telefonkonferenz. Anders als das 2009 übernommene Schweizer Spezialchemie-Unternehmen Ciba sei Cognis kein Restrukturierungsfall. Der Zukauf soll sich bereits ab dem zweiten Jahr positiv auf das Ergebnis je Aktie auswirken. Zudem will BASF bis 2013 Synergien mit einem Volumen von mindestens 130 Millionen Euro heben. Im Gegenzug fielen für die Integration des Spezialchemiekonzerns 200 bis 250 Millionen Euro bis Ende 2012 an.

Mit der Übernahme steige der weltgrößte Chemiehersteller im Geschäft mit Inhaltsstoffen für die Kosmetik zur Nummer eins auf, ergänzte Vorstand John Feldmann. Derzeit rangierten die Ludwigshafener auf Platz drei. Zudem werde die führende Marktposition bei Inhaltsstoffen für Waschmittel- und Reinigungsmittel gefestigt.

Schon seit Wochen wurde spekuliert, dass Cognis von der BASF übernommen wird. Cognis entstand 1999 aus der früheren Chemiesparte von Henkel und gehört seit 2001 dem Finanzinvestor Permira und der Private-Equity-Sparte von Goldman Sachs. Seitdem wurde das Unternehmen mit Hauptsitz in Monheim am Rhein restrukturiert. Es stellt unter anderem Grund- und Zusatzstoffe für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsindustrie her. 2009 setzte das Unternehmen mit weltweit rund 5600 Mitarbeitern etwa 2,6 Milliarden Euro um.

Wenn die rechtlichen Genehmigungen vorliegen, soll Cognis in den BASF-Geschäftsbereich Performance Products eingegliedert werden. BASF setzte 2009 mit der Sparte knapp 9,4 Milliarden Euro um. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie Sondereffekten betrug 698 Millionen Euro. Die Produktpalette von Cognis passe perfekt zu der von BASF, schrieb WestLB-Analyst Norbert Barth in einer Studie. Mit größeren kartellrechtlichen Problemen sei nicht zu rechnen, auch der Preis von 3,1 Milliarden Euro sei akzeptabel.

BASF baut schon seit Jahren das Spezialchemiegeschäft gezielt aus, um den Konzern von der Konjunktur unabhängiger zu machen. Bereits 2006 ging BASF auf eine milliardenschwere Einkaufstour und übernahm den US-Katalysatoren-Spezialisten Engelhard, die Degussa-Bauchemie und das US-Unternehmen Johnson Polymers. 2009 folgte der Kauf der Schweizer Ciba.  Mehr Wirtschaft

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Haus

Immobilien aus der Region

Immobilien-Angebote

Finden Sie Ihre Immobilie: Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: