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ZEW-Index signalisiert Erholung
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Quelle: dpa 16. März 2010 13:23 Uhr


ZEW-Index signalisiert Erholung

Mannheim. Die abermals leicht eingetrübten ZEW-Konjunkturerwartungen signalisieren laut Experten zwar eine anhaltende Erholung der deutschen Wirtschaft. Ein klassischer, lang anhaltender Aufschwung ist demnach aber nicht zu erwarten.

 
Experten sehen das globale Umfeld als Belastungsfaktor für die Erholung der deutschen Wirtschaft.  Vergrößern

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Bis zur Jahresmitte dürften vor allem der Lagerzyklus und fiskalische Impulse stützen. Anschließend dürfte sich der Erholungspfad aber abflachen, kommentierte die UniCredit. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im März um 0,6 Punkte auf 44,5 Punkte gesunken, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.

Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem etwas stärkeren Rückgang auf 44,3 Punkte gerechnet. Trotz des nur leichten Rückgangs haben sich die Konjunkturerwartungen damit den sechsten Monat in Folge eingetrübt. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich hingegen um 2,9 Punkte auf 51,9 Punkte.

Das ZEW interpretierte das Ergebnis grundsätzlich positiv: Die befragten Finanzmarktexperten erwarten demnach, dass sich die deutsche Konjunktur weiter von der Wirtschaftskrise erholen wird. "Die deutsche Konjunktur ist aus der Intensivstation in die Reha gewechselt, aber von einer kräftigen Gesundung kann noch keine Rede sein", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Bankvolkswirte zeigten sich vor allem für die zweite Jahreshälfte 2010 verhalten. Sie verwiesen insbesondere auf auslaufende Konjunkturprogramme und die hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Bereich. Letzteres dürfte die stark exportorientierte Wirtschaft Deutschlands belasten. Auch die Postbank nennt das globale Umfeld als Belastungsfaktor und spricht von einer zunehmenden Unsicherheit über die Wachstumsperspektiven.

Für den Euroraum ergibt sich eine ähnliche Tendenz wie für Deutschland. Die Konjunkturerwartungen sanken um 2,3 Punkte auf 37,9 Punkte. Die Lagebeurteilung stieg um 0,8 Punkte auf minus 61,3 Punkte. An den Finanzmärkten konnten der Euro und die Aktien leicht profitieren, während die deutschen Staatsanleihen Kursverluste hinnehmen mussten.  Mehr Wirtschaft

 
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