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Papandreou warnt vor neuer globaler Krise
Washington. Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou fürchtet, dass die Schuldenkrise seines Landes eine neue globale Finanzkrise auslöst. Vor dem heutigen Treffen mit US-Präsident Barack Obama rief er Europa zur Unterstützung und die USA zu Schritten gegen Finanzspekulationen auf.
Papandreou ließ zugleich Kritik an der bisherigen Unterstützung seines Landes durch die EU anklingen. «Hier geht nicht darum, Europa zu bitten, einem leichtsinnigen Land zu Hilfe zu eilen», sagte Papandreou vor der Brookings Institution, einer Forschungseinrichtung in Washington. Er warnte, dass allen in Europa eine langsamere Erholung drohe, wenn nicht ausreichend gemeinsam gehandelt werde.
Experten erwarten nicht, dass Papandreou Obama beim Treffen am Dienstag um direkte Hilfe ersuchen wird. Er machte vielmehr deutlich, dass er die amerikanische Seite zu einer engen Zusammenarbeit im Kampf gegen Spekulationen drängen will, die in der Griechenland-Krise keine unerhebliche Rolle spielen. Griechenland und die Europäer hätten bereits Initiativen zu stärkeren Regulierungen ergriffen, und «ich hoffe, dass es eine positive Antwort auf dieser Seite des Atlantiks gibt», sagte Papandreou.
Ähnlich äußerte er sich auch bei einem Treffen mit US- Außenministerin Hillary Clinton am Montag. Eine europäische und amerikanische Kooperation sei von «überragender Bedeutung», wenn sichergestellt werden solle, dass die Krise nicht auf andere Teile der Welt übergreife. So benötige Griechenland auch die Unterstützung der EU, wenn das Land wegen Spekulationen weiterhin «nicht zu den richtigen Sätzen borgen» könne. Dann wäre es für Griechenland unmöglich, wettbewerbsfähig zu werden. «Wir bitten nicht um Geld. Wir bitten nicht um eine Rettungsaktion. Wir wollen einfach ein gleicher Partner sein», sagte der Regierungschef. Mehr Wirtschaft
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