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Stimmungsdämpfer im Mittelstand
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Quelle: dpa 08. März 2010 19:44 Uhr


Stimmungsdämpfer im Mittelstand

Berlin/frankfurt. Schlechtere Stimmung trotz Milliarden-Staatshilfen: Erstmals seit fast einem Jahr sieht der Mittelstand seine aktuelle Lage wieder düsterer. Dabei greift der Staat vor allem kleinen und mittelgroßen Betrieben mit Krediten und Bürgschaften in der Krise unter die Arme.

 
Der Mittelstand kämpft gegen die krisenbedingten Gewinneinbrüche. (Symbolfoto)  Vergrößern

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Mit rund 10,7 Milliarden Euro Staatshilfen aus dem «Deutschlandfonds» wurden nach Angaben der Bundesregierung bisher Hunderttausende Jobs gesichert.

Als Kredite über die Staatsbank KfW flossen bis Ende Februar 6,38 Milliarden Euro an Firmen. Zusätzlich wurden 4,29 Milliarden Euro Bürgschaften vergeben. Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums hervor, der am Montag der Deutschen Presse- Agentur dpa vorlag.

«Mit den (...) zugesagten Krediten aus dem KfW-Sonderprogramm wurde ein Beitrag zum Erhalt von etwa 789 600 Arbeitsplätzen geleistet», hieß es. Viele Unternehmen klagen seit Monaten über eine drohende Kreditklemme, weil ihre Hausbanken kein frisches Geld herausrücken oder die Zinsen stark angehoben haben.

In Frankfurt stellten die KfW und das Münchner ifo Institut ihr aktuelles Stimmungsbarometer für den Mittelstand vor. Im Februar beurteilten die Firmen ihre aktuelle Lage wieder schlechter als im Vormonat. Nur am Bau habe sich die Stimmung trotz des außergewöhnlich schneereichen Winters aufgehellt. Das deute darauf hin, dass die Konjunkturpakete der Bundesregierung die Branche weiter stützten. Deutliche Rückschläge gab es dagegen im Einzel- und im Großhandel.

Auch mittelständische Industrieunternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage erstmals seit März 2009 wieder schlechter als im Vormonat. Aus Sicht von KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch zeigt dies, dass die wirtschaftliche Erholung störungsanfällig bleibt. Daher sei es noch deutlich zu früh, einen schnellen Ausstieg aus den Hilfsprogrammen von Regierungen und Notenbanken zu fordern.

Am häufigsten half Berlin mit dem «Deutschlandfonds» dem Mittelstand. Rund 94 Prozent der Kreditzusagen (Stand Ende Februar) entfielen auf kleine und mittelgroße Firmen, die 3,16 Milliarden Euro Hilfe bekamen. Große Konzerne erhielten bislang 3,22 Milliarden Euro an Krediten.

Der Fonds war mit dem zweiten Konjunkturpaket aufgelegt worden und umfasst 115 Milliarden Euro. Davon entfallen 40 Milliarden Euro auf Kredite sowie 75 Milliarden Euro auf Bürgschaften. Der Staat kann aber nur Firmen helfen, die allein durch die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise in Schieflage geraten sind.

Die Unterstützung ist an strenge Kriterien gebunden. Firmen müssen nachweisen, dass sie zum 1. Juli 2008 noch keine wirtschaftlichen Probleme hatten. Das wäre eine Hürde für mögliche Staatshilfen für den Autobauer Opel. Unterstützung in Milliardenhöhe erhielten vor allem die ums Überleben kämpfenden Werften an Nord- und Ostsee.  Mehr Wirtschaft

 
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