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«Spiegel»: Fast-Food-Ketten fordern intime Daten
Hamburg. Von ihren Franchise-Vertragspartnern in Deutschland, die ein Fast-Food-Restaurant auf eigene Rechnung betreiben, verlangen die amerikanischen Schnellrestaurantketten McDonalds und Subway nach «Spiegel»-Informationen Einblicke in die Intimsphäre und die politische Gesinnung.
McDonalds, mit 1333 Filialen Branchenführer in Deutschland, fordert von potenziellen Franchise-Nehmern Angaben über nichteheliche Beziehungen, «körperliche Leiden» sowie über «Datum und Anlass der letzten ärztlichen Untersuchung». Moritz Karg vom Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein hält die Praxis der amerikanischen Konzerne «aus datenschutzrechtlicher Sicht für unzulässig».
McDonald's Deutschland teilte am Sonntag mit, der Fragebogen für Franchise-Bewerber werde überprüft. Unternehmenssprecher Matthias Mehlen sagte: «Mit dem Abschluss eines Franchise-Vertrags gehen McDonald's und der Franchise-Nehmer eine sehr weitreichende Geschäftsbeziehung mit 20-jähriger Vertragslaufzeit ein.» Dies rechtfertige eine genaue und umfangreiche Prüfung, ob der Bewerber für diese Geschäftsbeziehung in Betracht komme. Er fügte hinzu: «Wir nehmen selbstverständlich die Äußerungen des Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein sehr ernst und haben uns umgehend entschlossen, unseren Franchise-Bewerbungsbogen einer kritischen Prüfung zu unterziehen.» McDonald's werde dazu mit den zuständigen Stellen zusammenarbeiten. Mehr Wirtschaft
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