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Isländer stimmen über Schuldentilgung ab
Reykjavik. An der ersten Volksabstimmung in Island hat sich am Samstag eine nur schwache Beteiligung abgezeichnet. Stimmberechtigt waren 235 000 Isländer.
Bei dem ursprünglich ausgehandelten Tilgungsabkommen wurde den Isländern für die gescheiterten Kreditabenteuer einiger Bankmanager eine jährliche Zinsleistung von 5,5 Prozent auferlegt. Das führte zu massiver Empörung in der Bevölkerung und der Ausschreibung der Volksabstimmung. Niemand in Island hat ein Ja empfohlen, Umfragen brachten Mehrheiten von bis zu 80 Prozent für ein Nein.
Sigurdardóttir verwies unmittelbar vor dem Referendum darauf, dass in der Zwischenzeit bereits bessere Rückzahlungsbedingungen erreicht worden seien. Weder ein Ja noch ein Nein hätten darauf irgendwelche Auswirkungen. Sie selbst wolle deshalb nicht teilnehmen.
Island ist durch den Zusammenbruch seiner drei größten Banken 2008 besonders hart von der Finanzkrise betroffen und dringend auf Auslandskredite angewiesen. Diese sollen nur fließen, wenn die Regierung sich mit Briten und Niederländern verbindlich über die Tilgung ihrer Schulden geeinigt hat. Mehr Wirtschaft
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