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Hossa, Hamburg! Hunderttausende feiern Schlagermove
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Quelle: dpa 03. Juli 2011 12:49 Uhr


Hossa, Hamburg! Hunderttausende feiern Schlagermove

Hamburg. Deutschlands größtes Schlager-Spektakel steigt auch bei Schietwetter: Hunderttausende Menschen haben dem Dauerregen in Hamburg getrotzt und ausgelassen den 15. Schlagermove gefeiert. Das «Festival der Liebe» ging erneut im Amüsierviertel St. Pauli über die Bühne.

 
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Trotz des Regens zeigt sich Hamburg in bunten Farben. Der Schlagersänger Jürgen Drews hat den Weg vom sonnigen Mallorca nach Hamburg gefunden. Heino ist gleich mehrfach in der Hansestadt erschienen. Die schrillen Kostüme der Schlagerliebhaber sind ein gelungener Kontrast zum grauen Himmel. Das Fest steht unter dem Motto «Ein Festival der Liebe». Zum 15. Mal trifft sich in Hamburg die Schlagerszene der Republik.

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45 bunt geschmückte Musik-Trucks schlängelten sich an Landungsbrücken und Fischmarkt vorbei und fuhren über die Reeperbahn. Mit Kultschlagern aus den 60er und 70er Jahren beschallten sie am Samstag die feiernden Zuschauer an den Straßen. Auf den Party-Wagen tanzten Schlager-Ikonen wie Jürgen Drews, Costa Cordalis und Roberto Blanco. Von 350 000 Besuchern sprachen die Veranstalter, von 250 000 die Polizei. Viele alkoholisiert, aber friedlich - so die Bilanz.

Mit schrillen Kostümen und knallbunten Perücken, Sonnenblumen und Luftballons, Seifenblasen und Konfetti sorgten die Schlager-Fans für eine farbenfrohe Karawane unter dem grauen Himmel. Der Schlagermove zwischen Kiez und Hafen gilt als Karneval des Nordens: Ob in Glitzerjacken oder mit Hawaiiketten, Schlaghosen oder Hotpants, Plateauschuhen oder goldenen Stiefeln, als Elvis Presley oder Biene Maja verkleidet - kaum jemand war ohne Kostüm erschienen.

«Moskau, Moskau» dröhnte es immer wieder aus den Lautsprechern, «Hossa, Hossa, Hossa! («Fiesta Mexicana») und «Anita» - ganz St. Pauli ein Schlager-Land. Ein Ohrwurm folgte dem anderen auf der 3,3 Kilometer langen und etwa drei Stunden dauernden Parade, die für ihre friedlich-fröhliche Stimmung bekannt ist. Der Regen sorgte nur für ein Meer aus bunten Regenschirmen, nicht aber für schlechte Laune.

Für die gute Stimmung floss dieses Jahr aber auch extrem viel Alkohol. «Die Krankenhäuser sind voll mit stark alkoholisierten Personen», berichtete der Feuerwehr-Lagedienst am Samstagabend. Nach dem Umzug ging die Party auf dem Schlagermove-Areal auf dem Heiligengeistfeld und in den Kneipen rund um den Kiez noch weiter. Die Einsatzkräfte hätten rund um die Strecke der Parade sehr viele Betrunkene aus dem Verkehr ziehen müssen.

Aus den verschiedensten Ecken Deutschlands waren Besucher zum Schlager-Spektakel angereist. Caroline Müller und Miriam Neumeyer aus Aschaffenburg, bunt kostümiert und eine Sektflasche in der Hand, waren «total begeistert» von der Stimmung. Nicht so weit hatten es die beiden Teenager Bonny und Nina aus dem Kreis Pinneberg, die viele der alten Lieder kannten - «von unseren Müttern».
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