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Grabmal mit BVB-Logo - Kirchengemeinde und Eltern des gestorbenen Neunjährigen einigen sich
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Autor: Meike Baars 13. November 2012 14:56 Uhr  Mehr Artikel von dieser Autorin

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jungeLeserin E. Donnerstag, 15. November 2012 15:59 Uhr

Treffen nach Entrüstungsstürmen

Grabmal mit BVB-Logo - Kirchengemeinde und Eltern des gestorbenen Neunjährigen einigen sich

Dortmund. Mit neun Jahren stirbt Jens Pascal an einem Hirntumor. Sein letzter Wunsch als Riesen-BVB-Fan: ein Grabmal mit Vereinslogo. Doch der Junge liegt auf einem katholischen Friedhof begraben - und die Dortmunder Kirchengemeinde stößt sich an dem wenig christlichen Grabstein-Entwurf. Nach Entrüstungsstürmen im Internet trafen sich Vertreter der Gemeinde und die Eltern nach Angaben der WR nun am Dienstag - und fanden einen Kompromiss.

 
Schon jetzt ist das Grab von Jens Pascal mit BVB-Fanartikeln geschmückt. Doch der Grabstein-Entwurf mit Borussia-Logo gehe zu weit, befand die Kirchengemeinde. Foto:dpa  Vergrößern

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Sein Herz schlug für den BVB. Als es aufhört zu schlagen und der neunjährige Jens Pascal im Mai an einem Gehirntumor stirbt, wollen seine Eltern ihm den letzten Wunsch erfüllen. „Mami, wenn ich gestorben bin, dann möchte ich einen Grabstein mit dem Club-Logo haben“, soll der Junge seiner Mutter laut Medienberichten ins Ohr geflüstert haben. Als er schon schwer krank war, hatte Jens Pascal Trainer Klopp und ein paar Spieler auf der Kinderstation des Krankenhauses treffen dürfen. Torwart Weidenfeller hatte ihm ein Trikot mit allen Spielersignaturen versprochen - für den Jungen ging ein Traum in Erfüllung.

Die Familie entscheidet sich für einen modernen Grabmalentwurf: Auf einer schmalen Granitstele thront ein schwarz-weißer Fußball. Neben dem Vereinsemblem steht der Spruch „Echte Liebe“. Der BVB nutzt ihn oft selbst, um das Verhältnis zu seinen Fans zu beschreiben.

Statt des Fußball-Grabmals ziert die Ruhestätte von Jens Pascal aber selbst ein halbes Jahr nach seinem Tod noch immer nur ein einfaches Holzkreuz. Das BVB-Grabmal durften die Eltern nicht aufstellen.

Der neunjährige Junge liegt auf einem katholischen Friedhof begraben. Die zugehörige Dortmunder Kirchengemeinde bemängelte, dass der Grabsteinentwurf nicht zum „Charakter eines christlichen Friedhofs“ passe. Ihm fehle die christliche Symbolik. „Die Friedhofsordnung sieht vor, dass Inschriften und Darstellungen, welche der christlichen Religion nicht entsprechen, auf Grabmälern nicht gestattet sind“, schrieb die Gemeinde noch am Dienstag in einer Erklärung .

Die Eltern von Jens Pascal wendeten sich an die Öffentlichkeit. „Andere Gräber sind mit Fotos und Kuscheltieren geschmückt. Wieso darf mein Junge kein Fußball-Grab bekommen?“ fragt die Mutter. Die starre Haltung der Kirche sorgt für Entrüstung. Bei „Facebook“ hat sich eine Gruppe formiert, in der Menschen ihre Empörung über den Fall äußern und ihre Unterstützung für die Eltern signalisieren. Die Gruppe hat bereits weit mehr als 100.000 Mitglieder. „Wo bleibt die Menschlickeit?“ fragt ein Nutzer, „die Kirche sollte sich schämen“, findet ein anderer. Ein junger Mann verkündet, wegen der Geschichte aus der Kirche austreten zu wollen. Am Dienstagnachmittag war die Facebook-Seite vorrübergehend nicht erreichbar.

Die Gemeinde zeigte sich indes kompromissbereit . „Es ist keinesfalls unsere Absicht, dem letzten Wunsch des jungen Fußballfans im Wege zu stehen“, hieß es zunächst. Man könne gerne mit den Angehörigen über „alternative Gestaltungen“ sprechen.

Ein Treffen hat nun offenbar stattgefunden und es gibt einen Kompromiss. Das berichtet das Onlineportal der WAZ-Mediengruppe . Demnach einigten sich Eltern und Kirche auf den Fußball zu verzichten, der urspünglich auf der Granitstele platziert werden sollte. Das BVB-Logo samt dem Spruch „Echte Liebe“ dürfe erhalten bleiben. Zusätzlich werde eine Taube in den Stein eingraviert - ein christliches Symbol, das für den Heiligen Geist steht.

Ohnehin wäre es der Kirche vermutlich schwer gefallen, Jens Pascals Grab fußballfrei zu halten. Zahlreiche Unterstützer der Familie hatten inzwischen den Friedhof besucht und neben brennenden Kerzen auch schwarz-gelbe Fanartikel vor dem schlichten Holzkreuz hinterlassen.



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  Leserkommentare

 
jungeLeserin E., Donnerstag, November 15, 2012 um 15:59 Uhr @ KK "verdackt im Namen der Vaticanos"?
Vielleicht verraten Sie mal, was sie damit meinen?
Dass ich der katholischen Kirche angehöre, habe ich bereits geschrieben. Ich bin aber weder dort beschäftigt noch in einem Orden o.ä.
Auch hier in der Region gibt es konfessionslose Schulen und Kindergärten. Ich habe z.B. auch gehört, dass auf manchen kath. Friedhöfen keine nicht-getauften Personen beerdigt werden. Im Fall des kleinen Pascal hätte dass wohl den ganzen Ärger erspart, aber sicherlich ist dieser Friedhof in Dortmund nicht die einzige Wahl.

Natürlich fließen auch andere Gelder als die Kirchensteuer in Einrichtungen, die von der Kirche als Träger betrieben werden. Aber wovon reden wir denn?
Schulen? Kindergärten? Sozialverbände?
Der Bischof ja.... Ich habe mal geschaut, wir sprechen hier von etwa 100 Bischöfen verschiedener Ränge.
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu sozialkritisch werden, aber ich bin doch überzeugt, dass wir -als arbeitende Bevölkerung- da für eine ganze Reihe an Menschen viel mehr Steuern zahlen.
(Ein paar -vielleicht nicht mehr aktuelle- Zahlen zum Nachdenken: Einnahmen Kirchsteuer beider Kirchen ca. 9 Milliarden, 500 Millionen Kirchengehälter, ca 50 MILLIARDEN Hartz IV)
Aber ich möchte mit so einer Debatte an dieser Stelle wie gesagt keine Debatte über unser Sozialgesetz anfangen.
Das gehört nicht hier her!

In meiner Generation (ich bin 30 und damit nicht mehr SO jung) sind -auch hier in der Region- vielleicht nur noch etwa 60% bereit Kirchensteuer zu zahlen. Die Babys werden nur noch selten getauft und auch die Eltern die einer Religionsgemeinschaft angehören, möchten die Entscheidung immer häufiger ihrem Kind selber überlassen.
Ich weiß, dass der Kirchenaustritt eine Gebühr kostet, aber den Beitritt hat eben jemand für SIE entschieden.

Ich möchte gar nicht, dass "Ausgetretenen" der Zugang zu Einrichtungen der Kirche (kath oder ev.) verwährt wird, aber sie sollten dann auch bitte die dort gültigen Regeln akzeptieren. Ob das nun das Morgengebet in der Schule ist oder der Abitur-Gottesdienst.
Und ja, für Schulen, Kindergärten usw. zahlen ALLE, aber sie sind eben auch allen zugänglich.
In Papenburg beispielsweise war das Geschrei groß nach einem konfessionslosen Kindergarten und als der dann kam, musste festgestellt werden, dass vielen Eltern einer mit Bezug zur Kirche doch irgendwie sympathischer ist.

Und die Missbrauchsfälle sind (wie ALLE solcher schlimmen Taten, denn es werden ja nicht nur in kirchlichen Einrichtungen Kinder misshandelt!) vor allem deswegen in diesem Ausmaß möglich, weil Eltern nicht offen mit Ihren Kindern umgehen.
Als kleines Mädchen (etwa 7-8) habe ich meiner Mutter mal erzählt, dass uns ein ältere Junge (vielleicht 17-18) auf de Spielplatz anfassen wollte und gesagt hat wir dürfen keinem davon erzählen. Was meinen Sie hat meine Mutter gesagt?? Sicherlich nicht, dass ich ruhig sein und dass niemandem erzählen soll, im Gegenteil: es war sofort Thema beim nächsten Elternabend meiner (katholischen) Grundschule.

Den Ausgang des Verfahrens vor dem EGMR beobachte ich mit Spannung. Gerne können wir an dieser Stelle weiterdiskutieren, wenn dort ein Urteil gefallen ist.

Aber bitte hören Sie doch mit Ihrer Hetzerei gegen die Kirche auf und sollten Sie noch nicht ausgetreten sein, trauen Sie sich doch einfach... Egal was die Nachbarn sagen ;)

 
Michael Normann, Donnerstag, November 15, 2012 um 13:31 Uhr Schwarz Das ist typisch katholische Kirche, erzkonserativ, sich nicht öffnen, kein bischen umdenken, aber was soll man von einer Glaubensgemeinschaft denken die einen alten Mann zum stellvertreter Gottes wählt. Gott braucht keinen Vertreter und schon keinen Menschen. Er ist in uns allen und er ist gegenwärtig, man muss nur auf die kleinen Dinge schauen dann sieht man das. Ich weiss nicht wie lange er sich das noch anschaut was wir täglich verbrechen, aber er wird uns irgendwann noch einmal erscheinen, und dann können einige wahrlich einpacken.

 
klaus K., Donnerstag, November 15, 2012 um 13:11 Uhr @jungeLeserin E. : Zu den Vaticanos Persönlich freue ich mich, endlich mal eine
frische Meinung zu den - ausgelatschten -
Themen zu lesen. Sie scheinen Ihrem Namen
alle Ehre zu tun.

Das Thema ist kompakt : Ihre Meinung, nur
kath. Kirchensteuern fliessen an kath. "Würden-
träger" kann von mir nicht bestätigt werden.

Ab Bischof, Probst, Prälat werden diese
Fachkräfte aus dem Gesamtsteuerzahlertopf
gefüttert. Ausgetreten hin oder her.

Und mal kurz zum Austreten : gerade vor Ort
zieht sich ein breites Band der kath. Kirche
durch alle relevanten Institutionen wie Schulen,
Kindergärten, Heime aller Art, sogen. Beratungs-
stellen aller Art. Alle laufen unter dem Titel : k.K..
Bezahlen muß aber zu mehr als 90 % der -
vielleicht ausgertretene - Steuerzahler. Die anderen
10 % mögen vielleicht aus Spendengeldern oder
Aktienerträgen oder Geländeverpachtungen kommen ?

Was die Friedhofsgeschäfte - also das mit der
Ewigkeit (ca. 15 - 20 Jahre mit kostenpflichtiger
Verlängerungsoption) anbelangt, erinnert stark an
das Verfahren mit den Ablaßbriefen.

Ach ja, die Mißbrauchsfälle im zig-tausender
Bereich durch """Geistliche""". Natürlich sind
keineswegs alle betroffen. Aber die Täter werden
mit System geschützt.

Anmerkung hierzu : geben die Verjährung und
Vertuschung dieser Fälle läuft das Verfahren
gegen die Bundesrepublöik Deutschland vor dem
Europ. Gerichtshof für Menschenrechte. Jeder
- also auch Katholiken - können der Sammelklage
kostenlos beitreten.

Ich hoffe, daß Sie nicht - verdeckt - im Auftrag der
Vaticanos hier Ihre Kommentare einstellen ?

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