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kino.to: Anklagen bis Ende des Jahres
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Eine Millionen Gigabyte sichergestellt

kino.to: Anklagen bis Ende des Jahres

Osnabrück. Nach dem Paukenschlag mit der Razzia gegen die Hintermänner von „kino.to“ ist es still geworden um das illegale Filmportal. Doch die Ermittler drehen keineswegs Däumchen, wie Wolfgang Klein von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegenüber unserer Zeitung erklärt. Im Hintergrund laufen die Ermittlungen weiter. Klein: „Wir rechnen mit ersten Anklagen bis Ende des Jahres.“

 
Erste Anklage gegen Ende des Jahres erwartet. Rund eine Million Gigabyte Daten wurden im Zusammenhang mit kino.to sichergestellt. Symbolfoto: dpa  Vergrößern

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Sechs Beschuldigte sitzen nach Aussage des Oberstaatsanwaltes noch in Untersuchungshaft. Sie seien im Zuge der Ermittlungen am schwersten belastet worden. Geldwäsche, Steuerhinterziehung sowie Gründung einer illegalen Vereinigung zum Zwecke der millionenfachen Urheberrechtsverletzung lauten die Vorwürfe.

„Gegen sechs weitere Personen ist die Untersuchungshaft gegen Auflagen ausgesetzt worden. Sie haben uns mit ihren Aussagen bei den Ermittlungen unterstützt“, sagt Klein. Ein weiterer Gesuchter ist seit der Razzia im Juni auf der Flucht. Klein spricht von einem „gewaltigen Ermittlungsverfahren“. Momentan drehe sich in seiner Behörde alles um kino.to. „Gigantische Mengen an Daten“ müssten ausgewertet werden. Ein Petabyte (eine Million Gigabyte) würde unter die Lupe genommen. Angesichts der Menge setzen die Ermittler auf „technischen Sachverstand von außen“, wie es Klein formuliert. Die Behörde bindet Fachleute aus der freien Wirtschaft in die Auswertung ein.

Die Zahl der ursprünglich 21 Beschuldigten ist laut Klein im Zuge der Ermittlungen mittlerweile auf 25 gestiegen. „Und ich gehe davon aus, dass da noch der ein oder andere hinzukommen wird“, sagt der Oberstaatsanwalt.

Im Internet haben sich derweil zahlreiche Nachfolge-Seiten von kino.to etabliert. Teilweise sehen sie genauso aus wie der ehemalige Marktführer. Nach Aussage von Klein würden diese Seiten derzeit aber nicht von den Ermittlern aus Dresden überwacht. „Das können wir einfach nicht leisten.“ Zudem stelle sich die Frage der Zuständigkeit. Der Fall kino.to sei in Dresden gelandet, „weil die führenden Köpfe aus dem nahen Leipzig kamen“.


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