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Tippspiel
Manuel Hoffmann rückt bei DSDS nach
Köln. Ein handfester Skandal mit Riesen-Schlagzeilen hat der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) zum Quotenglück gerade noch gefehlt - und nun ist er da: Kandidat Helmut Orosz hat Kokain genommen. Er gestand reumütig und flog hochkantig aus der Musikshow.
Tatsächlich waren die Zuschauer am Samstag ganz auf Orosz' Seite - und das gerade oder obwohl die Jury viel an ihm zu bemängeln hatte. Nach einigen Texthängern beim Singen, urteilte DSDS-Oberjuror Bohlen über Orosz: «Mit dieser Einstellung wirst du es in diesem Beruf zu nichts bringen.» Damit spielte er auf die Party-Wochenenden des 30-Jährigen an. Die Zuschauer wählten ihn jedoch eine Runde weiter.
Für RTL ist der Drogenskandal eine Prinzipienfrage. «Wir tolerieren keinen Drogenkonsum bei Kandidaten von DSDS», sagte RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer in Köln. «Die Kandidaten sollten sich im Rahmen des Wettbewerbs vorbildlich verhalten.»
Dass die Drogengeschichte dem Image der Sendung schaden könnte, glaubt sie nicht: «Es wirft kein falsches Licht auf die Staffel, nur weil ein Kandidat rückfällig wird.» Der Sender habe schnell reagiert. «Es gibt Regeln für die Kandidaten. Sie sind erwachsene Menschen und sollen deshalb auch verantwortungsvoll sein.» Für die Einschaltquote kann der Skandal aber vermutlich nur gut sein, auch wenn man sich bei RTL in dieser Frage bedeckt gibt. «Am Samstag wird DSDS parallel zu "Wetten, dass..?" laufen», sagte Eickmeyer.
Die Lücke, die Helmut Orosz im Kandidatenfeld hinterlässt, ist schon wieder gefüllt. Der Neue - und Alte - heißt Manuel Hoffmann. Für Orosz empfindet der 19-Jährige Mitleid: «Ich war extrem überrascht, weil ich dachte, er setzt alles daran, das Ding durchzuziehen. Es war schon ein Schock für mich.» Er wolle jetzt alles geben und der Jury und dem Publikum am kommenden Samstag zeigen, dass er eine zweite Chance verdient habe.
Diese zweite Chance bei DSDS bekommt Helmut Orosz nie wieder. Er hat mit 30 Jahren schon das Höchstalter für die Show. Mehr Vermischtes
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