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Mit Hexerei zur Prostitution gezwungen: Bundeskriminalamt überprüft bundesweit Bordelle
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Mit Hexerei zur Prostitution gezwungen: Bundeskriminalamt überprüft bundesweit Bordelle
Mit Hexerei zur Prostitution gezwungen: Bundeskriminalamt überprüft bundesweit Bordelle
Wie das BKA am Mittwoch in Wiesbaden berichtete, war es das Ziel der Aktion, Opfer von Menschenhandel zu identifizieren und Hinweise auf Menschenhändler zu erlangen. In den kontrollierten Bordellen seien weit über 100 Frauen aus Westafrika angetroffen worden.
Nach Aussagen von Falco Schleier, Pressesprecher des Landeskriminalamts Niedersachsen (LKA), handelt es sich um eine besondere nigerianische Prägung des Menschenhandels: Dabei werden die Frauen nicht nur durch physische Gewalt zur Prostitution gezwungen, sondern auch mithilfe voodooähnlicher Praktiken, einer afrikanischen Naturreligion, nach der Menschen mit einem Fluch belegt werden können, gefügig gemacht. Das geschieht unter Mitwirkung von nigerianischen Frauen, sogenannenten Madames, die oft selbst Zwangsprostituierte waren.
Allein in Niedersachsen seien über 150 Bordelle überprüft worden, so das LKA. Dabei sind von 20 bis 30 größtenteils nigerianischen Frauen die Personalien aufgenommen worden.
Da sich viele Frauen illegal in Deutschland befinden, wird es ihnen zudem erschwert, sich an die Behörden zu wenden. Es droht ihnen die Abschiebung in ihr Heimatland. Um dem Menschenhandel wirkungsvoll zu begegnen, wirbt BKA-Präsident Jörg Ziercke um die Mitarbeit der Frauen: „Nur wenn es uns gelingt, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen und sie zur Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden zu bewegen, können wir den Kreislauf aus Unterdrückung, Einschüchterung und Abhängigkeit zwischen Opfern und Tätern durchbrechen.“
Nach Angaben der Polizeidirektion Osnabrück sind auch in der Hasestadt zwei Bordelle in der Innenstadt überprüft worden. Dabei wurden elf Frauen aus Westafrika überprüft, die allerdings legale Dokumente vorweisen konnten.
In Bremen sind 14 Frauen festgenommen worden. Die Polizei geht davon aus, dass sich die 13 Nigerianerinnen im Alter von 25 bis 34 Jahren illegal in Deutschland aufhielten und als Prostituierte arbeiteten. In Rheinland-Pfalz wurde ein erst 15 Jahre altes Mädchen aus einem Bordell geholt.








