Noz
noz.de als Startseite

·

Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Deutschland & Welt

|

Politik

|

Niedersachsen

|

Hannover: Nach Operation 16 Fremdkörper in Patient entdeckt
Niedersachsen

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: dpa 14. Januar 2013 13:11 Uhr

Zuletzt hat kommentiert:
Dummy_w_small
Stefan M. Montag, 14. Januar 2013 22:21 Uhr

„Skandal“

Hannover: Nach Operation 16 Fremdkörper in Patient entdeckt

Hannover. Nach einer Operation in einer Klinik in Hannover sind im Körper eines Mannes 16 Fremdkörper entdeckt worden. Darunter waren eine OP-Nadel und diverses Verbandsmaterial, berichteten „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und „Neue Presse“. „Ein solches Ausmaß von Fremdkörpern, die nach einer OP im Körper vergessen wurden, ist in der medizinischen Fachliteratur einmalig“, sagte die Medizinrechtler Annette Corinth, die die Hinterbliebenen des Mannes vertritt, der Nachrichtenagentur dpa am Montag.

 
Nach einer Operation in einer Klinik in Hannover sind im Körper eines Mannes 16 Fremdkörper entdeckt worden. Symbolfoto: dpa  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Entdeckt wurden die Fremdkörper Monate nach der Operation im Henriettenstift in Hannover, wo dem 74 Jahre alten Patienten ein künstlicher Darmausgang gelegt wurde. Seit 2010 gibt es Streit um Schmerzensgeld, im April 2012 starb der Patient. Der Hausarzt attestierte ihm, dass die groben Behandlungsfehler bei der Operation entscheidend zu seinem schlechten Allgemeinzustand beigetragen hätten.

Die Versicherung der Klinik und des operierenden Arztes, die VGH, bot dem Mann zunächst nur 500 Euro Schmerzensgeld. „Das ist ein Skandal“, sagte die Anwältin. Inzwischen werden den Hinterbliebenen 15 000 Euro geboten. Dies sei aber nicht als generelles Schuldeingeständnis zu werten, hieß es von der Versicherung. „Wir haben der Anwältin diverse Angebote unterbreitet“, hieß es von einer VGH-Sprecherin.

Von der Klinik war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Die Anwältin erklärte, bei einem derart großen Kunstfehler sei das Krankenhaus aufgefordert, zu beweisen, dass es nicht Schuld am letztlich tödlichen Krankheitsverlauf trage.



Lesen Sie auch ...

Patient muss nach Schlaganfall stundenlang auf Hilfe warten – Verfahren...

Osnabrück. Bei dem Gedanken daran kommt einem das Schaudern: Ein Mann liegt mit einem Schlaganfall im Bett und wartet mehrere Stunden vergeblich auf... mehr

18 Tote bei Grubenunfällen in der Ukraine
Bei zwei schweren Grubenunfällen im Osten der Ukraine sind mindestens 18 Bergleute getötet und 11 Arbeiter verletzt worden. Eine Methangas-Explosion... mehr


 Mehr Niedersachsen

 
  Leserkommentare

 
Stefan M., Montag, Januar 14 um 22:21 Uhr 16 Fremdkörper Das ist schon keine grobe Fahrlässigkeit mehr. Und 50,-€ Schmerzensgeld hätten es auch getan.

 
klaus K., Montag, Januar 14 um 16:45 Uhr grob fahrlässiges Verhalten ? kann nicht sein ! Die Oberrichter des BGH haben doch vor einigen
Tagen beschlossen, daß Ärzte grundsätzlich nicht
korrupt sind.

Das Gericht kennt bekanntlich das Recht !

Es werden sich auch Richter finden, die ein grob
fahrlässiges Verhalten bei Ärzten vollkommen
ausschließen.

Grob fahrlässig handeln nur Kranke, die sich in
die Hände von Ärzten begeben.

 
Gerhard Kreuter, Montag, Januar 14 um 15:55 Uhr grob fahrlässiges Verhalten Da kann man der Klinik ja wohl grob fahrlässiges Verhalten unterstellen, aber wahrscheinlich ist es mal wieder eine "schicksalshafte" Entwicklung.
Die Angebote der Klinik und der VGH sind unter aller Kanone. Wahrscheilich möchte man die Angelegenheit aussitzen..
 Mehr Kommentare ansehen (6)

Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter




 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: