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Neujahrsempfang von Bischof Bode
Osnabrück. Das Bistum Osnabrück wird in diesem Jahr einen neuen Weihbischof bekommen und sich mit dem vor 50 Jahren begonnenen Zweiten Vatikanischen Konzil befassen. Und Bischof Franz-Josef Bode wird im Herbst drei Wochen an der Weltbischofssynode im Vatikan teilnehmen. Das kündigte Bode gestern in Osnabrück bei seinem 17. traditionellen Neujahrsempfang vor 160 Gästen aus Politik, Gesellschaft und Kirche an.
„Wir dürfen sagen, dass wir in einer der spannendsten Zeiten der Kirchengeschichte leben“, sagte Bode. Depression und Aggression wegen der Zustände in der Kirche prägten diese Zeit, aber auch ein hohes Glaubenspotenzial. Viele Menschen seien bereit, sich für andere einzusetzen.
„Die Sehnsüchte nach gelingendem Leben liegen in der Luft.“ Für die Kirche sei es wichtig, sich nicht nur mit Strukturfragen und sich selbst zu beschäftigen, sondern mit einer Erneuerung von innen. Es komme auf, „ein hörendes Herz“ an.
Bode dankte seinen Mitarbeitern, vor allem aber Weihbischof Theodor Kettmann, der nach 33 Jahren bei Papst Benedikt XVI. sein Rücktrittsgesuch eingereicht hatte. „Der Rücktritt ist leider angenommen worden“, sagte der Bischof scherzhaft. Nun werde ein Nachfolger gesucht. „Jeder gute Pfarrer ist jetzt ein potenzieller Weihbischof in unserem kleinen Bistum.“ Er dankte auch Generalvikar Theo Paul, der seit 30 Jahren Priester und 15 Jahre Generalvikar sei.
2011 nannte der Bischof rückblickend ein „überreich gefülltes Jahr“. Bode würdigte die auch ökumenisch bedeutsame Seligsprechung der Lübecker Märtyrer, den Besuch des Papstes in Deutschland und den Dialogprozess der katholischen Kirche zwischen Laien und Bischöfen: „Wir haben einen guten Aufschlag in Mannheim gemacht.“ Dabei sei es um eine „Kultur der Barmherzigkeit“ und um Kommunikation gegangen, was „hoch notwendig“ sei.
Generalvikar Paul ging auf die Finanzkrise und die „Unterwerfung des Lebens unter die Zahlen“ ein. Schon zu Jesu Zeiten sei gezählt worden – heute werde im Namen von „Markt, Rendite, Effektivität“ so viel gezählt wie nie zuvor. „Wir dürfen uns nicht auf eine Zählgemeinschaft reduzieren lassen“ betonte Paul. „Der Mensch ist weit mehr als eine Zahl.“
Georg Stoll, Experte für Entwicklungsfinanzierung beim katholischen Hilfswerk Misereor, wies auf die „moralische Blindheit“ von Geld hin, unter der die Armen weltweit leiden müssten.
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18.05.2012

öffentlichen Lebens auch alle so gut im Futter?
Oder soll das öffentliche Volk vielleicht etwas
mehr spenden?