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Projekt zur Elektromobilität auf der Transrapid-Versuchsanlage – Bundesförderung bis Ende 2012
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Projekt zur Elektromobilität auf der Transrapid-Versuchsanlage – Bundesförderung bis Ende 2012
Projekt zur Elektromobilität auf der Transrapid-Versuchsanlage – Bundesförderung bis Ende 2012
LATHEN. In die Transrapid-Versuchsanlage (TVE) im emsländischen Lathen kommt neue Bewegung – im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht um Elektromobilität, neudeutsch E-Mobility.
Die Betreibergesellschaft IABG aus Ottobrunn wird ab sofort ein Projekt angehen, in dem Methoden und Komponenten zur berührungslosen Einspeisung von Energie in Elektrofahrzeuge erprobt werden sollen. Bis Ende 2012 stehen dafür in einem ersten Schritt rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. 50 Prozent davon wird das Bundesverkehrsministerium übernehmen.
TVE-Niederlassungsleiter Ralf Effenberger sprach von einem „Nukleus für die künftige Weiterentwicklung des Technologiestandortes Lathen“. Es könne der Einstieg in eine „Serie von Vorhaben in Sachen Elektromobilität“ sein. Mit im Boot sind nach seinen Angaben namhafte Institutionen und Firmen aus den Bereichen Forschung (Fraunhofer), Kommunikation, Straßenbau und Elektrotechnik. Von den Projektpartnern wurden jeweils eigene Förderanträge beim Ministerium gestellt, die Federführung liegt aber in den Händen der IABG.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann hat sich nach eigenen Angaben seit einem Jahr mit Unterstützung des Landkreises und der Samtgemeinde Lathen intensiv um die Förderzusage des Bundes bemüht. Sie sprach von „einem zweiten Standbein“ für die TVE.
Der Clou an der Sache ist laut Effenberger, dass Elektrofahrzeuge nicht mehr an der Steckdose, sondern direkt auf der Straße „betankt“ werden. In großen Städten könnten vor Ampeln Induktionsspulen eingelassen werden, die stehende Autos über elektromagnetische Felder mit Strom versorgen. Der wird zum Anfahren genutzt, überschüssige Energie in den Batterien gespeichert. Auch an Taxiständen vor Flughäfen ließe sich diese Technik einsetzen. Das Prinzip der induktiven Energieübertragung ist lange bekannt und wird auch schon genutzt. So werden etwa Gabelstapler in Hallen über solche Spulen im Boden berührungsfrei mit Strom versorgt.
Bei dem Projekt in Lathen geht es jetzt darum, diese Technologie für größere Elektrofahrzeuge und die Bedingungen im Straßenverkehr weiterzuentwickeln. Auf der TVE-Anlage wird deshalb eine 25 Meter lange Teststrecke installiert, auf der erste Versuche durchgeführt werden können.
Auch das Thema Transrapid ist laut Gitta Connemann noch nicht vom Tisch. „Ich glaube nach wie vor fest an die Zukunft der Magnetbahn und daran, dass wir hier in Lathen weitere Tests machen können, auch wenn die Bundesförderung für den Transrapid am Jahresende ausläuft. Ende November hat sich der Präsident der spanischen Insel Teneriffa, Ricardo Melchior Navarro, zu einem weiteren Besuch angesagt. Er möchte den Transrapid haben, eine Machbarkeitsstudie ist in Arbeit. Die Finanzierung des Baus steht allerdings noch nicht.
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