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Brockmann wird als Kultus-Staatssekretär abgelöst
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Christdemokrat muss in Hessen einem FDP-Mann Platz machen

Brockmann wird als Kultus-Staatssekretär abgelöst

Osnabrück. Heinz-Wilhelm Brockmann (CDU), seit Februar 2009 Staatssekretär im hessischen Kultusministerium, wird im Januar 2012 abgelöst. Der 64-jährige Osnabrücker soll seinen Posten für das FDP-Mitglied Herbert Hirschler (63) räumen.

 
Muss aufhören: Heinz-Wilhelm Brockmann. Foto: dpa  Vergrößern

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Dies teilte Kultusministerin Dorothea Henzler in einer Pressemitteilung der FDP Hessen mit. Zuvor hatte es Personaldiskussionen um die Führung des Ministeriums gegeben. Vermutlich hat sich Henzler mit dem Rauswurf selbst erst einmal Luft verschafft. Von einem „Bauernopfer“ war daher in hessischen Medien die Rede.

Hinzu kam offenbar, dass der CDU-Mann Brockmann das falsche Parteibuch im FDP-geführten Kultusministerium in Wiesbaden hatte. Zugleich fehlte ihm wohl Rückhalt in der eigenen Partei. Ihm wurde der Plan zugeschrieben, 1000 Referendarstellen abzubauen. Das stieß bei der CDU auf Widerstand.

Kultusministerin Henzler gab dem scheidenden Staatssekretär immerhin lobende Worte mit auf den Weg: Sie dankte Brockmann „für die jederzeit loyale, freundschaftliche und immer äußerst zuverlässige Zusammenarbeit“. Henzler schrieb, sie habe den Bildungsexperten wegen seiner Erfahrungen zur Entwicklung von selbstständigen Schulen geholt. Ein weiterer Grund für Brockmanns Ernennung sei die Erfahrung mit der Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Niedersachsen gewesen.

Brockmann war vor seinem Wechsel nach Wiesbaden von 2003 bis 2009 Abteilungsleiter im Kultusministerium in Hannover. Verantwortlich war der Pädagoge unter anderem für einen Schulversuch mit islamischem Religionsunterricht. Brockmann hatte dafür einen „Runden Tisch“ eingerichtet.

Brockmann selbst war nicht zu erreichen. Er wird dem linken Flügel der CDU zugerechnet. Der engagierte Katholik zählte 1999 zu den Gründern des Schwangerenberatungsvereins Donum Vitae. Brockmann ist Mitglied des Katholikenrates der Diözese Osnabrück und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

Er war 2009 zunächst einziger Kandidat als Präsident des ZdK. Als ihm einige deutsche Bischöfe die erforderliche Zustimmung verweigerten, zog Brockmann allerdings seine Kandidatur zurück.


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