Noz
noz.de als Startseite

·

Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Deutschland & Welt

|

Politik

|

Niedersachsen

|

Bund will aus Transrapid aussteigen
Niedersachsen

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Lathen: Geld noch für maximal ein Jahr

Bund will aus Transrapid aussteigen

Lathen/Berlin. Nach den abschließenden Beratungen des Haushaltsausschusses zum Etat 2011 zeichnet sich ab, dass der Bund spätestens 2012 aus der Finanzierung der Transrapidversuchsanlage (TVE) im emsländischen Lathen aussteigen wird.

 
1 bis 4 von 10
Transrapid vor dem Aus: Der Bund will die Teststrecke in Lathen nicht mehr fördern. Archivfoto: dpa Der Transrapid auf der Testrecke in Lathen. Foto: dpa Trauer in Lathen: Am 22. September 2006 raste der Transrapid auf der Testrecke der Magnetschwebebahn in ein stehendes Streckenfahrzeug. 23 Menschen kamen dabei ums Leben. Foto: dpa Spurensuche: Ein Untersuchungsausschuss sollte auch klären, ob es politisches Fehlverhalten gab, das möglicherweise zu dem schweren Unglück mit beitrug. Foto: dpa Die Trauer und Anteilnahme der Menschen nach dem schweren Unglück war immens. Foto: dpa Der Transrapidzug war am 22. September 2006 mit rund 160 Stundenkilometer Geschwindigkeit auf ein sich ebenfalls auf der Trasse befindendes Werkstattfahrzeug aufgefahren. Foto: dpa Für 23 Menschen endete die Fahrt mit dem Tod. Foto: dpa Unklar war, warum die Zugführer im vorderen Teil des Transrapids die Notbremsung erst relativ spät - nämlich 50 bis 100 Meter vor dem Hindernis - ausgelöst hatten. Das Inspektionsfahrzeug war so groß wie ein Lastwagen, die Sicht war gut. Foto: dpa Die Unfallursache habe keinen technischen Hintergrund, sondern sei auf menschliches Versagen zurückzuführen, erklärte die Betreibergesellschaft IABG. "Wir sind tief betroffen über diesen Vorfall und werden schnellstmöglich die genauen Hintergründe klären", betonte Geschäftsführer Rudolf Schwarz. Angesichts der Ausmaße des Unglücks forderte der beim Kreis eingerichte Krisenstab damals zahlreiche Notfallseelsorger an. Foto: dpa

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann unserer Zeitung sagte, stehen für 2011 noch einmal 5,95 Millionen Euro bereit. Davon sind allerdings fünf Millionen Euro so lange gesperrt, bis sich das Verkehrs- und das Finanzministerium mit der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG) aus Ottobrunn und dem Landkreis Emsland über ein Abwicklungskonzept geeinigt haben.

Connemann und Landrat Hermann Bröring (CDU) hoffen darauf, dass die Anlage nicht abgerissen werden muss, sondern zu einem Kompetenzzentrum für Elektromobilität umgebaut werden kann. Es geht dabei zum Beispiel um die Weiterentwicklung der Batterietechnologie und die berührungslose, induktive Energieübertragung. Laut Bröring ist ein entsprechender Vorvertrag mit der IABG als Betreiberin der Versuchsanlage bereits geschlossen worden. „In Lathen sind alle infrastrukturellen und personellen Voraussetzungen für ein solches Kompetenzzentrum vorhanden“, so der Landrat. „Es wäre für das Emsland eine große Chance, universitätsfern dieses zukunftsträchtige Thema bearbeiten zu können.“ Deshalb sei es „volkswirtschaftlich jammerschade“, wenn die Strecke im Emsland zurückgebaut würde und woanders in ein paar Jahren eine neue Anlage für diese Zukunftsaufgabe geschaffen werden müsste.

Der Landkreis sei deshalb prinzipiell bereit, zusammen mit der IABG Verhandlungen mit dem Bund über den Fortbestand der Versuchsanlage zu führen und damit „gegen Entgelt die Rückbauverpflichtung zu übernehmen“, so Bröring. Die Kosten dafür werden auf etwa 40 Millionen Euro beziffert. Nach einem 1984 mit dem damaligen Streckenbetreiber MVP geschlossenen Vertrag muss der Bund diese Summe aufbringen. Falls es zu einer Einigung auf eine Weiternutzung in Richtung Elektromobilität käme, würde das Geld dem Kreis und der IABG zur Verwendung in Eigenregie zur Verfügung gestellt. Der Bund wäre damit aus seinen Verpflichtungen entlassen.

Gitta Connemann sagte, sie bedauere die Entwicklung, sehe aber auch die Chance, die 60 Arbeitsplätze in Lathen zu erhalten. „Ich hätte mir allerdings aus Berlin ein deutliches Bekenntnis zum Transrapid gewünscht. Die Magnetbahn ist für mich das Fortbewegungsmittel der Zukunft.“ Dies sei im Verkehrsministerium ähnlich gesehen worden. In der Beratungsvorlage waren deshalb weitere rund sechs Millionen Euro für das Jahr 2012 vorgesehen. Dies habe sich jedoch trotz des großen Einsatzes ihres Kollegen Georg Schirmbeck (Osnabrück) aus dem Haushaltsausschuss nicht durchsetzen lassen, sagte Connemann. Bedenken habe vor allem die FDP-Abgeordnete Claudia Winterstein aus Hannover gehabt.


Mehr zum Thema


 Mehr Niedersachsen

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

28811869-1
Endpreis: 22.490 €
Erstzulassung: 01.03.2013
Kilometerstand: 10 km
Motorenleistung: 103 kW
28767990-1
Endpreis: 12.350 €
Erstzulassung: 01.03.2007
Kilometerstand: 222960 km
Motorenleistung: 136 kW
2110_1
Endpreis: 5.500 €
Erstzulassung: 01.08.2002
Kilometerstand: 148000 km
Motorenleistung: 80 kW






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: