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Osnabrück Spitzenreiter bei der Leiharbeit
Osnabrück/Berlin. Die Stadt Osnabrück ist Spitzenreiter bei der Leiharbeit in Niedersachsen. Bei fast jeder zweiten offenen Stelle in der Stadt handelt es sich um Leiharbeit. Das teilte die Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann (Linke) mit.
Die Politikerin beruft sich auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Anfrage von Krellmann. Das Ministerium greift auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Jahresdurchschnitt 2009) zurück.
Osnabrück liegt mit einem Anteil von 47,3 Prozent der gemeldeten offenen Arbeitsstellen bei der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung deutlich über den Bundesdurchschnitt von 29,1 Prozent und dem Landesdurchschnitt von 28,2 Prozent.
Nach Osnabrück folgen Emden (44,7 Prozent), Delmenhorst (44,4 Prozent), Braunschweig (43,5 Prozent und Oldenburg (42,1 Prozent). In der Grafschaft Bentheim beträgt der Anteil nach Angaben des Arbeitsministeriums 36,4 Prozent, im Kreis Osnabrück 32,2 Prozent, im Kreis Leer 27 Prozent und im Emsland 26,1 Prozent.
In Deutschland lag der Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Leiharbeiter im Juni 2009 bei 1,9 Prozent, in Niedersachsen waren es 2,4 Prozent. An der Spitze stand die Stadt Wolfsburg (8,9 Prozent) vor Emden (7,2 Prozent). Der Anteil im Kreis Osnabrück betrug 3,6 Prozent, in der Stadt 3,2 Prozent. Krellmann bezeichnete die Zahlen als alarmierend. „In vielen niedersächsischen Städten rutscht der Arbeitsmarkt auf das Niveau ungesicherter und niedrig entlohnter Jobs ab“, erklärte die Politikerin. „Die Bundesregierung weigert sich bis heute, die Leiharbeit wirkungsvoll zu regulieren“, sagte Krellmann.
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