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Tippspiel
Viel Country, null Hip-Hop
Washington. Viel Country, einiger Soul und null Hip-Hop. Das ist das Ergebnis einer Blitz-Analyse der 29 Titel, die den Präsidenten im Wahlkampf begleiten werden. Team Obama veröffentlichte via Twitter und dem Musikdienst Spotify die Favoriten, die bei Kundgebungen aus den Lautsprechern dröhnen werden.
Hier ist die gesamte Liste: No Doubt, “Different People”; Earth Wind & Fire Experience featuring the Al McKay Allstars, “Got To Get You Into My Life – (Live)”; Booker T. & the MG’s, “Green Onions”; Wilco, “I Got You”; The Impressions, “Keep On Pushing”; Jennifer Hudson, “Love You I Do”; Ages and Ages, “No Nostalgia”; Ledisi, “Raise Up”; Sugarland, “Stand Up”; Darius Rucker, “This”; Arcade Fire, “We Used to Wait”; Florence + The Machine, “You’ve Got the Love”; James Taylor, “Your Smiling Face”; REO Speedwagon, “Roll With the Changes”; Raphael Saadiq, “Keep Marchin”; Noah and the Whale, “Tonight’s the Kind of Night”; Zac Brown Band, “Keep Me In Mind”; Aretha Franklin, “The Weight”; U2, “Even Better Than the Real Thing”; Dierks Bentley, “Home”; Sugarland, “Everyday America”; Darius Rucker, “Learn to Live”; Al Green, “Let’s Stay Together”; Electric Light Orchestra, “Mr. Blue Sky”; Montgomery Gentry, “My Town”; Ricky Martin featuring Joss Stone, “The Best Thing About Me Is You”; Ray LaMontagne, “You Are the Best Thing”; Bruce Springsteen, “We Take Care Of Our Own”. Für alle, die Spotify haben, hier der Link zur Titelliste.
Der Spitzenreiter der Republikaner, Mitt Romney, wählte “Born Free” von Kid Rock als seine Wahlkampfhymne aus. Neuerdings mischen sich zum Ende seiner Kundgebungen bittere Weisen darunter. Zum Beispiel Toby Keith, der in seinem bitteren Country-Gejammer “American Ride” über die Flutwelle klagt, “die über die Grenze Mexikos kommt”. Plumpe Mexikaner-Hetze, die wenig mit der Realität zu tun hat. Tatsächlich gehen zurzeit viele Latinos nach Hause, weil sie in den USA keine Arbeit mehr finden.
Ziemlich geschmacklos ist eine höfliche Beschreibung der traurigen Wahl eines Kandidaten, der die feine Grenze zwischen Respekt vor anderem Musik-Geschmack und plumper Anbiederung an die Wutbürger nicht begreift. Mein Rat für Mitt: Lieber selbst am Ende der Veranstaltungen “America the Beautiful” singen. Das klingt zwar nicht schön, geht aber als patriotisch durch.
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