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Klimawandel: Osnabrücker Universität lädt RWE-Manager Vahrenholt wegen strittiger Thesen aus
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Quelle: ew,swa/Neue Osnabrücker Zeitung 08. Februar 2012 19:41 Uhr

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Matthias M. Donnerstag, 09. Februar 2012 18:25 Uhr

Streit eskaliert

Klimawandel: Osnabrücker Universität lädt RWE-Manager Vahrenholt wegen strittiger Thesen aus

Osnabrück. Ist der Klimawandel gar nicht so dramatisch? Liegt er eher an der Sonnenaktivität als am Wirken des Menschen? RWE-Manager Fritz Vahrenholt hat sich gegen scharfe Kritik an seinen Positionen zum globalen Klima verteidigt. In einem Gespräch mit unserer Zeitung zeigte der frühere Umweltpolitiker der SPD vor allem Unverständnis darüber, dass die Universität Osnabrück einen Vortrag von ihm abgesagt habe.

 
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Fritz Vahrenholt ist Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE-Ökoenergietocher RWE Innogy. Foto: dpa/Archiv Die Universität Osnabrück hat den Vortrag von RWE-Manager Fritz Vahrenholt abgesagt. Foto: Gert Westdörp/Archiv

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Unter Verweis auf die Umstrittenheit seiner Thesen hatte die Universität angeboten, einen moderierten Alternativtermin zu finden, an dem ein Wissenschaftler eine Gegenposition einnehmen sollte. Dies lehnte Vahrenholt ab: „Was passiert in Osnabrück mit der Freiheit der Wissenschaft, was mit der Freiheit der Rede?“ Die Universität verfolge eine „Camouflage-Taktik, um die wahren Gründe der Absage zu verschleiern – dass nämlich der Leitung der Hochschule mein Standpunkt nicht passt“. Ferner habe die Uni Störer befürchtet.

Der Präsident der Universität, Claus Rollinger, wies die Kritik zurück: „Als wir im Mai 2011 die Einladung an Herrn Prof. Dr. Fritz Vahrenholt ausgesprochen haben, geschah dies vor dem Hintergrund eines sehr guten Vortrags, den er in Greifswald zu dem Thema ,Optionen für die zukünftige Energieversorgung Deutschlands‘ gehalten hat.“ Drei Wochen vor dem Termin habe Vahrenholt die Uni mit dem Vortragstitel „Die Klimakatastrophe findet nicht statt“ überrascht. Das Thema „Klimawandel“ sei aber so wichtig, dass die Uni gerne im Sommersemester zu einer größeren Veranstaltung mit mehreren Referenten eingeladen hätte. „Wir bedauern sehr, dass Herr Prof. Vahrenholt dieses Angebot ausgeschlagen hat“, so Rollinger.

Der frühere Hamburger Umweltsenator und Shell-Vorstand wehrte sich ferner gegen Vergleiche mit dem SPD-Parteirebellen Thilo Sarrazin, der provokante Thesen zur Sozialpolitik auch mit einer Medienkampagne rund um ein Buch vermarktet hatte. Dies führte zu einer monatelangen Debatte und zu seinem Rücktritt als Bundesbankvorstand. „Ich benötige Thilo Sarrazin nicht als Vorbild“, erklärte Vahrenholt. „Mein Engagement für erneuerbare Energien belegt die Glaubwürdigkeit meiner Positionen.“ Wohl aber erkenne er Parallelen in der Schärfe der persönlichen Kritik an ihm, die zu einem Gefühl der Bedrohung führe.

Vahrenholt ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der RWE-Ökoenergietochter RWE Innogy.

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  Leserkommentare

 
Matthias M., Donnerstag, Februar 9 um 18:25 Uhr Was hat das mit Objektivität zu tun? Da ist der Name doch Programm

 
Marcel G., Donnerstag, Februar 9 um 17:32 Uhr Matthias M. Da Sie sicherlich ein Basisdemokrat sind, veröffentliche ich mal (auch in Ihrem Namen??) neben dem Bildblog Link auch mal eine kontroverse Website:
http://www.klimaskeptiker.info/

Da gibt es wirklich spannende Diskussionen (und auch andere Wahrheiten:-))

 
Marco M., Donnerstag, Februar 9 um 16:59 Uhr Wissenschaft und Wahrheit Matthias M. heute um 12.42 Uhr: "In der Wissenschaft gibt es nunmal Wahrheiten, finde dich damit ab, dass man nicht über alles eine andere Meinung akzeptieren muss." Die einzige Wahrheit in der Wissenschaft ist die, daß es keine Wahrheit gibt. Es gibt immer nur akzeptierte Lehrmeinungen, und es ist Ehrgeiz und Anspruch der Wissenschaft, alles immer wieder in Frage zu stellen und neue Weisheiten zu erlangen. Nur Narren halten an einer einmal für richtig erkannten Überzeugung fest.
Es gibt zahlreiche Wissenschaftler, die erhebliche Zweifel an der gängigen Klimaerwärmungstheorie haben. Industrieabgase erklären auch nicht die Warmzeiten vor tausend und zweitausend Jahren; historische Quellen belegen eindeutig, daß im Mittelalter in England Wein wuchs. Eisbohrkerne beweisen, daß es schon zu allen Zeiten große Ausschläge nach oben und unten gegeben hat.
Die Menschheit ist weit davon entfernt, genau zu wissen, wie das Klima entsteht und wie es auf Einflüsse durch den Menschen reagiert. Es ist reine Spekulation, ob die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen zur Klimarettung wirklich fruchten; es ist durchaus möglich, daß wir dadurch noch viel mehr Schaden anrichten.
Die Ausladung durch die Uni ist ein provinzielles und undemokratisches Schandstück. Es ist der Kotau vor der vorherrschenden Medienmeinungsführerschaft.
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