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Santorum triumphiert – schmerzhafte Schlappe für Romney
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Autor: Thomas J. Spang 08. Februar 2012 11:49 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Minnesota, Missouri, Colorado

Santorum triumphiert – schmerzhafte Schlappe für Romney

Washington. Der angeblich nicht schlagbare Spitzenreiter der Republikaner musste am Dienstag mindestens zwei Schlappen in den wichtigen Wechselwähler-Staaten Minnesota und Missouri einstecken. Mitt Romney verlor in den beiden Staaten im Mittleren Westen mit deutlichem Abstand gegen Rick Santorum.

 
Spürt Rückenwind aus dem Mittleren Westen: Rick Santorum. Foto: Spang  Vergrößern

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Der ehemalige Senator aus Pennsylvania behauptete sich auch recht gut in Colorado. Die Ergebnisse bedeuten in jedem Fall eine schwere Enttäuschung für Romney und werfen neue Fragen über seine Wählbarkeit auf.

Das war der Stand der Dinge gegen 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit: Minnesota (76 Prozent der Stimmen ausgezählt): Santorum 45 Prozent; Paul 27 Prozent; Romney 17 Prozent; Gingrich 11 Prozent. Missouri (100 Prozent der Stimmen ausgezählt): Santorum 55 Prozent; Romney 25 Prozent; Paul 12 Prozent; Gingrich trat nicht an. Colorado (46 Prozent der Stimmen ausgezählt): Santorum 37 Prozent; Romney 36 Prozent; Gingrich 14 Prozent; Paul 12 Prozent.

Egal, ob Santorum in Colorado am Ende die Nase vorne behält, stellen sich ernsthafte Fragen für Romney, der noch in Florida den Eindruck erweckte, die Nominierung sei ihm nicht mehr zu nehmen.

Die heutigen Caucuses und Primaries müssen eine herbe Enttäuschung für Mitt sein. Zumal er in diesen Staaten vor vier Jahren mit fast zwei Dritteln der Stimmen gegen John McCain gewann. Der Ausgang der Wahlnacht demonstriert die anhaltende Schwäche des Kandidaten, der immer dann schlecht abschneidet, wenn er nicht viel Geld ausgibt.

Santorum profitierte im Mittleren Westen vom gut organisierten Netzwerk an christlichen Fundamentalisten und Tea-Party-Anhängern, die Romney nicht über den Weg trauen.

Der große Verlierer der Wahlnacht ist aber nicht Mitt, sondern Newt Gingrich. Der konservative Herausforderer im Süden der USA kann seine Anziehungskraft offenbar nicht in den Mittlern Westen übertragen. Wie schon in Iowa macht hier Santorum eine gute Figur.

Die gute in der schlechten Nachricht für Romney: Die Konservativen spalten Ihre Stimmen. Nur: Romney hat bisher nicht gezeigt, wie er selbst zu der magischen Zahl 1144 gelangen will. Ganz besonders beunruhigen muss Romney das Ergebnis von Colorado, wo er in der Wahlnacht vor einem halb-leeren Saal an Anhängern sprach.


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