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Not macht erfinderisch
Athen. Mit diesem Vorschlag ist der griechische Abgeordnete Gerasimos Giakoumatos offenbar zu weit gegangen. Für helle Empörung unter seinen Landsleuten sorgte er im Januar mit seiner Idee, Griechenland solle antike Stätten wie die Akropolis vermieten, um seine Finanznot zu lindern. „Statt die Löhne zu kürzen, sollte die Regierung die Akropolis und andere antike Stätten vermieten –nicht verkaufen“, sagte der Abgeordnete der konservativen Partei, Nea Dimokratia (ND).
Damit, so Giakoumatos, löse man zugleich das Problem häufiger Mitarbeiterstreiks. In Griechenland kommt es immer wieder vor, dass Touristen wegen Streiks vor geschlossenen Toren antiker Stätten stehen. Zu Weihnachten etwa hatten Hunderte Touristen die Akropolis nur durch die Gitter des Eingangstores betrachten können – die Wachmänner hatten für Wochenendzuschläge gestreikt.
Als „Schändung“ und „Dummheit“ schalt die Traditionalisten-Vereinigung „Oberster Rat der ethnischen Hellenen“ den Vorschlag des Abgeordneten und forderte, Giakoumatos solle sich entschuldigen. Doch auch Archäologen und Historiker diskutieren schon länger darüber, angesichts des dramatischen Sparzwangs des Staates die Betreuung einiger antiker Stätten an private Institutionen zu übertragen.
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