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Bettina Wulff gibt Einblicke in eine Präsidentenfamilie in turbulenten Zeiten: "Wir machen weiter"
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Bettina Wulff gibt Einblicke in eine Präsidentenfamilie in turbulenten Zeiten: "Wir machen weiter"
Bettina Wulff gibt Einblicke in eine Präsidentenfamilie in turbulenten Zeiten: "Wir machen weiter"
Ihr Schritt ist schnell, ihre Worte wägt sie sorgsam ab. Bettina Wulff, Deutschlands First Lady, beherrscht die Kunst der Diplomatie, wenn die Fragen zu politisch werden. Geht es um ihr Engagement für Kinder und Jugendliche, zeigt die 38-Jährige Gefühl: „Ja, es gibt schwere Momente, wenn Sie Familien besuchen, in denen Kinder erkennbar mehr Hilfe bräuchten.“ Und sie gibt Einblicke in ihr Zuhause, zum Beispiel, wie es am Heiligabend in der Küche der Wulffs aussieht. Das komplette Weihnachtsinterview unserer Zeitung mit der Frau des Bundespräsidenten lesen Sie hier.
Von Beate Tenfelde und Berthold Hamelmann
Frau Wulff, Weihnachten bietet sich auch zur Rückschau an. Wie bewerten Sie das Jahr?
Das Jahr war sehr ereignisreich, sehr erlebnisintensiv. In den ersten Wochen nach dem Umzug nach Berlin haben wir uns erst einmal orientiert, unsere beiden Söhne mussten sich in der neuen Schule und im Kindergarten einleben. Ich habe mich mit den Aufgaben der Frau des Bundespräsidenten vertraut gemacht und vor allem im Rahmen meiner Schirmherrschaften viele gute Projekte besucht und mit Menschen gesprochen, die von der Arbeit der Stiftungen oder Einrichtungen profitieren.
Weihnachten ist eine Zeit der Wünsche. Ihr Mann hat gerade Turbulenzen zu überstehen. Was sagen Sie dazu?
Meinem Mann und mir ist es wichtig, weiterhin unseren Aufgaben nachzugehen. So war ich zum Beispiel diese Woche als Schirmherrin bei der Kinderoperngala in Berlin und bei der Preisverleihung zum UNICEF- Foto des Jahres. Und ich hoffe persönlich darüber hinaus, dass unsere Kinder ein unbeschwertes Weihnachtsfest erleben.
Was macht Ihnen besondere Freude an Ihrer Aufgabe?
Ich lerne gern Menschen kennen. Ich setze mich gerne für Themen ein und freue mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass sich etwas zum Guten verändert.
Kinder, Jugendliche, Chancengleichheit, Bildung – das sind Ihre Themen…
Ja, hier habe ich als Mutter zweier Kinder echte Eindrücke und einen persönlichen Bezug. Gerade für die Stiftung „Eine Chance für Kinder“, die ich schon in Niedersachsen unterstützt habe, wurde viel erreicht. Jetzt gibt es auch in Berlin Familien-Hebammen, die jungen Eltern helfen. Das ist wichtig in einer Zeit, in der familiäre Unterstützung immer seltener wird. Solche Erfolge machen mich froh und spornen an. Zudem setze ich mich für die „Deutsche Kinder- und Jugendstiftung“ ein. Und in guter Tradition habe ich die zwei Schirmherrschaften meiner Vorgängerinnen übernommen: UNICEF Deutschland und das Müttergenesungswerk.
Müttergenesungswerk hört sich jetzt leicht verstaubt an …
Ja, mag sein. Aber das Anliegen ist aktueller denn je. Mütter sind oftmals der Doppelbelastung von Beruf und Familie ausgesetzt. Manche sind zudem alleinerziehend. Das Müttergenesungswerk arbeitet derzeit auch an einer Modernisierung, denn es gibt auch viele erholungsbedürftige Väter, die Auszeiten brauchen können.
Macht es Sie traurig, wenn Sie an Grenzen stoßen?
Ja, es gibt schwere Momente – wenn Sie Familien besuchen, in denen Kinder erkennbar mehr Hilfe bräuchten. Oder wenn Sie den erschütternden UNICEF-Gewaltbericht lesen. Ich führe mir dann die positiven Ergebnisse meiner Arbeit vor Augen, dass man Dinge anstoßen kann. Und mich motiviert auch, dass ich als UNICEF-Schirmherrin die Möglichkeit habe, die Menschen auf Missstände, aber auch auf Hilfen aufmerksam zu machen.
Gibt es unter den First Ladys eine, die Sie besonders mögen?
Gerade bin ich in Katar mit der Frau des dortigen Emirs, Sheikha Moza, zusammengetroffen. Sie ist eine sehr beeindruckende Frau, die Tradition und Moderne klug verbindet und als Mutter von sieben Kindern aktiv Sozial- und Bildungspolitik gestaltet. Das ist ein Phänomen im arabischen Raum. Sehr beeindruckt haben mich auch die Frau des US-Präsidenten, Michelle Obama, oder die türkische First Lady, Hayrünnisa Gül. Sie haben Kinder und wenden dennoch sehr viel Zeit und Energie auf, um in ihrem Land Dinge voranzutreiben.
Wenn Sie zurückkommen von Auslandsreisen, denken Sie dann manchmal: Die Deutschen sollten registrieren, wie gut es Ihnen geht …
Ja. Ich habe etwa in Russland Straßenkinder getroffen, die jahrelang ohne jede Hilfe von Erwachsenen um das Überleben gekämpft haben. Erst jetzt haben sie in einem Kinderzirkus einen festen Anlaufpunkt gefunden, wo sie zum ersten Mal beachtet werden. Mit solchen Bildern im Kopf denke ich schon: Es geht uns wirklich gut. Wir sollten in Deutschland häufiger darauf schauen, was gut läuft, und nicht immer nur auf das, was uns Probleme bereitet. Was ermutigend ist: Es gibt viele Menschen in Deutschland, die sich für andere einsetzen – gerade auch junge Leute. Der Satz „Jeder ist nur mit sich selbst beschäftigt und seinem eigenen Fortkommen“ stimmt nicht – ich habe gerade in den vergangenen Monaten gesehen, wie viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit viel Leidenschaft für andere einstehen.
Strahlendes Lächeln, perfektes Outfit, so kennt Sie die Öffentlichkeit – wann darf eine First Lady „Mensch sein“?
Ich würde schizophren, wenn ich Person und Aufgabe trennen wollte. Es sollte eine grundsätzliche Übereinstimmung geben. Ich bin ein offener, lebhafter, positiver Mensch – das macht mir meine Rolle leicht. Aber es muss auch ein Leben jenseits der Öffentlichkeit geben. Das funktioniert alles in allem gut. Wenn ich die Kinder in die Schule oder in den Kindergarten bringe und nachmittags wieder abhole, wenn ich mit ihnen zum Hockey, zum Spielplatz oder zum Kindergeburtstag gehe, dann bin ich eine Mutter – nichts anderes. Natürlich gab es hier und da mal besonders aufmerksame Gesichter bei anderen Eltern, als unsere Söhne ihre ersten Verabredungen trafen. Da war schon Unsicherheit, ob man die kleine Tochter zum Spielen mit unserem Sohn Leander einfach vorbeischicken kann oder ob dafür eine Extra-Anmeldung nötig ist. Mittlerweile gehen bei uns die Freunde der Kinder ein und aus – und selbst der Sicherheitscheck am Tor ist selbstverständlich.
Patchworkfamilie, Doppelbelastung – bei den Wulffs ist es so wie bei ganz normalen Leuten?
Ja, das wollen wir trotz der besonderen Situation sein. Wir sind eine ganz normale Familie, die mal am Wochenende Ausflüge macht, die man im Supermarkt oder beim Bäcker trifft. Die Menschen sehen, dass wir uns mit denselben Problemen „herumschlagen“ müssen wie sie – nämlich den Alltag zu organisieren.
Ihr Mann setzt sich ein für religiöse Toleranz und Mut zum Fremden. Wie schlägt sich das in Ihrem Leben nieder?
In der Klasse meines Sohnes und in unserem Freundeskreis gibt es viele Kinder und Erwachsene mit Migrationshintergrund. Das ist für uns ein ganz selbstverständliches Miteinander. Unsere Kinder sind es von klein auf gewöhnt, weil sie in Krippen, Kindergärten und öffentliche Schulen gehen und dort auf alle möglichen Kulturen treffen. Ich lege großen Wert darauf, dass dies so ist.
Wie viel Zeit bleibt für ein gemeinsames Familienleben?
Es gibt Hunderttausende, die sich – wie wir – ihre Familienzeit organisieren müssen. Das steht und fällt mit einer guten Planung. Wir finden, dass es am Wochenende einen Nachmittag geben muss, an dem nichts geplant ist, damit wir auf die Vorschläge der Kinder eingehen können.
Wirft dann Ihr Mann die Waschmaschine an? Bei einer Diskussion mit arabischen Studentinnen hat er erklärt, dass er es tut – und Sie haben sich sehr amüsiert …
Für uns alle war völlig klar, dass mein Mann relativ selten die Waschmaschine anstellt. Deshalb musste ich lachen. Die wenige Zeit, die er zu Hause ist, wird er nicht die Wäsche machen. Aber dieser kleine private Moment hat gezeigt, dass er ein Familienvater ist, der den Alltag sehr gut kennt.
Und wer kocht Heiligabend?
Wir feiern mit meinen Eltern hier in Berlin. Da werden meine Mutter und ich kochen. Mein Mann hat angekündigt, dass er helfen will. Er macht keinen Hehl daraus, dass er nicht kochen kann, aber gerne isst.
Gibt es Überraschungsgeschenke?
Aber ja. Da wird nichts abgesprochen und schon gar nicht gemeinsam eingekauft. Überraschungen zu Weihnachten müssen sein. Wir haben ja einen dreijährigen Sohn, der voll und ganz von der Existenz des Weihnachtsmanns überzeugt ist. Der Ältere ist sich da allerdings nicht mehr ganz so sicher.
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Wenn ich daran denke wie die Kinder, insbesondere der Dreijährige unter der Situation leiden könnte... Gewitter im Anflug bei den Wulffs - mag sein?
Spaß beiseite - es gibt da ein Sprichwort:" Jeder ist seines Glückes Schmied...." - haben Journalisten und Gesellschaft etwa die Schuld, das es bei den Wulffs dieses Jahr vielleicht nicht ganz so harmonisch unter dem Weihnachtsbaum zugeht?
Neeee - Ursache sind doch wohl vielmehr die Beiden selbst. "Junges Glück" - er damals MP und wollte seiner "blutjungen" neuen temporären Lebensabschnittsgefährtin als hochrangiger MP nach der Scheidung, die er ausgelöst hat, richtig etwas bieten bzw. hat Betsy ja auch so etwas erwartet - wie man aus ihrer Historie aus der Landeshauptstadt annehmen darf.
Mit dem MinisterPräsi in eine Mietwohnung? Geht doch gar nicht - was sollen denn die Leute denken.
Erst einmal den Freundeskreis abchecken um nach Kohle zu bohren - Mutti muss eine richtig tolle Hütte haben - sonst geht nix mehr.....
Alles was dazu führen mag resp. geführt hat, dass Familie Wulff vielleicht dieses Jahr kein so entspanntes Familienfest feiert - es ist selbst verschuldet - vielleicht rechtens, aber nicht richtig - wie der Präsi ja selbst lamentiert hat. Aber: Bevor man Dinge macht sollte man sie ganzheitlich überlegen und nicht nur von 12 bis Mittag darüber nachdenken - und auch alle Konsequenzen müssen mit einkalkuliert werden.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest - auch den Wullfs, Herrn Glaeseker (nach dem Motto - was mein Chef macht versuche ich auch mal - aber ihm hat der Präsi ja das Genick gebrochen), Herrn M. Middelberg, der ja auch schon mal Wulffs Bauernopfer war, der geschiedenen Frau Wulff mit ihrer Tochter in Osnabrück (feiert doch mal zusammen, wie die Beckers - Bellevue ist doch groß genug und Betten und Personal hats auch genug).
Besonders wünsche ich aber den Menschen ein schönes Weihnachtsfest, die keinen gefühlten 100.00€ Kreditvorteil haben bzw. gar nicht in eine Bank reinkommen und sich über so etwas nicht sorgen müssen...