·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
„Hightech-Forschung vom Feinsten“
Osnabrück. Umweltschutz an der Autobahn: Besonders beschichtete Lärmschutzwände sollen helfen, die durch den Verkehr verursachte Schadstoffbelastung zu senken. Auf einem Teilstück der A1 bei Osnabrück hat nun ein entsprechendes Pilotprojekt begonnen. In rund zwei Jahren sollen Ergebnisse vorliegen.
Die Idee klingt vielversprechend: Titandioxid, in einer Suspension auf Lärmschutzwände aufgebracht, wandelt mittels des UV-Lichts der Sonne gesundheitsgefährdende Stickoxide in Nitrate um. Die zugrunde liegende chemische Reaktion wird Fotokatalyse genannt. Die Nitrate wiederum, die zum Beispiel als Nährstoffe und Düngemittel für Pflanzen dienen, werden dann vom Regen abgewaschen und versickern im Boden. Auf diese Weise seien „unter Laborbedingungen 80 Prozent der Stickoxide herausgefiltert worden“, so Enak Ferlemann (CDU). Der parlamentarische Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums gab gestern gemeinsam mit Oliver Liersch (FDP), Staatssekretär des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, den offiziellen Startschuss für den vom Bund mit einer Million Euro geförderten Feldversuch.
Bereits seit Mitte September werden unter Leitung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch Gladbach in Zusammenarbeit mit der niedersächsischen Straßenbauverwaltung die Lärmschutzwände auf einem ein Kilometer langen Teilstück der A1 mit der Titandioxid-Suspension versehen. Der Standort zwischen den Anschlussstellen Osnabrück-Nord und Osnabrück-Hafen sei insbesondere deshalb geeignet, weil hier die Verkehrsbelastung und damit auch die Konzentration der bei Verbrennungsprozessen entstehenden Stickoxide sehr hoch sei. Zudem würden die hier herrschenden meteorologischen Einflüsse gute Messergebnisse versprechen, erklären die Experten der BASt.
Die über Messstationen aufgenommenen Daten sollen mindestens zwei Jahre lang mit der Schadstoffkonzentration auf einem direkt angrenzenden Autobahnabschnitt mit unbehandelten Lärmschutzwänden verglichen werden. Auch mögliche schädliche Nebenwirkungen wollen die Fachleute im Auge behalten. Projektleiterin Anja Baum ist sich aber schon sicher: „Die Nitratkonzentration wird innerhalb der für Trinkwasser geltenden Grenzwerte bleiben.“
Michael Rohloff, der bei der BASt die Abteilung Straßenverkehrstechnik leitet, sieht in dem neuen Verfahren einen „Hoffnungsschimmer“, um die vor allem in Ballungsräumen oft grenzwertüberschreitende Schadstoffbelastung zu reduzieren. Ferlemann schwärmt: „Das ist Hightech-Forschung vom Feinsten.“ Wenn das Projekt Erfolg haben sollte, „haben wir einen Sechser im Lotto“, ergänzt der Staatssekretär. Dann könne eine Malerkolonne durch Niedersachsen geschickt werden.
Trotz Euro-Krise: Deutsche haben weniger Ängste
Trotz Angstthemen wie Euro-Schuldenkrise und Lebensmittelskandalen sind die Deutschen so optimistisch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das geht aus der... mehr
Kinderlärm soll künftig kein Klagegrund mehr sein
Die Regierung gibt sich kinderfreundlich: Der Lärm in Kitas, auf Spiel- und Bolzplätzen soll künftig kein Klagegrund mehr sein. Es ist eine Neuregelung,... mehr
Mehr Politik










Zum anderen ist dieses Projekt eine absoluter Schildbürgerstreich. Erst wurden ca. 3 Jahren Rankhilfen und Rankpflanzenfür teures Geld angebracht und diese nun für teueres Geld wieder entfernt.
Außerdem, wenn so auf Umweltschutz gepocht wird, warum nimmt man nicht eine neue Trasse, an der noch keine Bepflanzung der Lärmschutzmauer vorgenommen wurde. Es ist doch eine Schande, dass diese Rankpflanzen in diesem Jahr so einen guten Wachstumsschub bekommen hatten und dann einfach abgerissen wurden. Die Pflanzen waren schon soweit, dass sie in den Spalten der Betonteile wucherten, das sie als zusätzlicher Lärmschutz dienten.
Durch Telefonate und Briefe bei den Behörden durch unseren Nachbarn und uns hat man die Lärmschutzmauer an unseren Grundstücken Gott sei Dank begrünt gelassen.
Was die Projektauswertung betrifft, haben wir nur eine Meinung: Die Daten werden im Nachhinein doch sowieso schön gerechnet bzw. gemessen, damit sich jemand einen "goldenen A R S C H" verdient
R+C Mann
Anwohner des Pilotprojektes an der A1