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Krach in der Koalition um Internetportal
Osnabrück. Heute gegen elf Uhr wird das Internetportal „www.lebensmittelklarheit.de“ freigeschaltet. Verbraucher sollen so die Möglichkeit haben, sich über irreführende Werbung bei Lebensmitteln oder täuschende Angaben auf Verpackungen beschweren zu können. So will es Agrarministerin Ilse Aigner (CSU). Koalitionspartner FDP und Ernährungsindustrie laufen Sturm gegen den Plan.
Der Vorsitzende des Agrarausschusses, Michael Goldmann (FDP), sagte, Aigner transportiere mit dem Portal „die Ängste der Verbraucher vor Lebensmitteln“. Die Nennung von Produkten halte er für „höchst riskant“. Er kritisierte, Aigner habe die Koordinierung des Internetportals an die Verbraucherzentralen delegiert. Zwar seien bei manchen Kennzeichnungen von Lebensmitteln Verwirrungen zu korrigieren. „Aber das ist ein gesetzgeberischer Auftrag und gehört nicht in die Hand von Verbraucherzentralen.“ Das Vorgehen Aigners sei „einer ihrer typischen Alleingänge“.
Matthias Horst, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), begrüßte zwar die im Portal vorgesehenen Informationen und Diskussionsforen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und vermuteten Täuschungen. Nicht tragbar seien jedoch produktbezogene Angaben, „bei denen Marke sowie Hersteller- und Händlernamen genannt werden“. Horst: „Das ist ein Pranger, um Ware zur Schau zu stellen, die rechtlich in Ordnung ist.“ Er warnte, die Internetseite könne „massive Folgen für die Vermarktung von Produkten und für Firmen haben, bis hin zum Existenzrisiko“. Der Verbandschef wollte Klagen von Unternehmen nicht ausschließen. Aigners Politik sei nicht zielführend. „Dennoch unterstützt das Ministerium das Portal mit 775000 Euro. Das ist viel Steuergeld“, sagte Horst.
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07.04.2012

Das was in unseren Vertretungen sitzt , erfüllt doch den Begriff "Mogelpackung"
Spass beiseite: Auch wenn die Industrie mault: unbedingt die Dinge beim Namen nennen. Nur dann wird sich etwas ändern.
Wird das aber herausgefiltert, dann ist diese Seite überflüssig wie ein Kropf. Warten wir's mal ab. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Unterstützung benötigt. Die Lobbyisten laufen schon Sturm
gegen das Portal.Die Politik hat in der Vergangenheit den
Schutz der Verbraucher hinten angestellt. Hoffentlich tritt nicht
wieder das ein, was Heiko P. wohl meint. Wäre sehr schade.