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Grotelüschen kämpft um seinen Ruf
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Autor: Klaus Jongebloed 31. August 2010 18:41 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Antonietta T. Freitag, 03. September 2010 10:30 Uhr

Mastputen-Brüterei Ahlhorn weist Vorwurf der Tierquälerei zurück

Grotelüschen kämpft um seinen Ruf

Ahlhorn. Das Alte Posthaus von Ahlhorn steht direkt an der Bahnschranke. Die Zeiten als Poststation sind lang vorbei, mittlerweile ist das jahrhundertealte Gebäude ein uriges Hotel-Restaurant: Delfter Kacheln über dem Kamin, solider Steinboden. An diesem Ort geht Garlich Grotelüschen in die Offensive.

 
Geht in die Offensive: Garlich Grotelüschen, Geschäftsführer der Mastputen-Brüterei Ahlhorn, wehrt sich gegen den Vorwurf der Tierquälerei.Foto: dpa  Vergrößern

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Der Geschäftsführer der Mastputen-Brüterei Ahlhorn im Landkreis Oldenburg hat die Nase voll von den Tierquälerei-Vorwürfen der Organisation Peta gegen sein Unternehmen und seine Frau Astrid. Niedersachsens Agrarministerin war bis zum Januar Managerin der „MaPu“ Ahlhorn. Laut Peta sollen die Grotelüschens gegen den Tierschutz verstoßen haben. Denn deren Mastputen-Brüterei, so Peta, habe Küken an zwei Putenmastbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern geliefert, die vor Tierquälerei nicht zurückschreckten. Als Beleg präsentierte Peta per ARD-Magazin Report – angeblich in den Betrieben – heimlich aufgenommene Bilder von verletzten und sterbenden Tieren, die sich gegenseitig Federn und Augen ausgepickt haben.

„Man benutzt uns als Unternehmen, um das Ansehen einer Agrarministerin zu beschädigen.“ Garlich Grotelüschen ist geladen. Er gibt sich aufgeräumt, kämpferisch. Das blassblaue Hemd spannt ein wenig über dem Bauchansatz, der oberste Knopf ist geöffnet. Keine Krawatte. Darauf legen seine Mitstreiter allerdings Wert. Denn Grotelüschen kommt zu dieser Pressekonferenz nicht allein. Man könnte auch sagen: Grotelüschen hat sich gewappnet. Geballte Fachkraft soll seine Argumente flankieren – sprichwörtlich: Zu seiner Rechten sitzt Thomas Janning, Geschäftsführernicht nur des Putenerzeugerverbandes, sondern auch des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft. Einer, der sagt: „Putenställe sind hübsch.“ Die andere Flanke besetzt Mohamed Hafez, Professor an der Freien Universität Berlin und Leiter des Instituts für Geflügelkrankheiten.

„Wir sind an den Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern nie beteiligt gewesen, es handelt sich um eine reine Lieferanten-Kunden-Beziehung“, sagt Grotelüschen. „Wir sind lediglich in derselben Erzeugergemeinschaft Mitglied.“ Darin eine Verbindung zu Missständen zu sehen halte er „für weit hergeholt“. Eines ist Grotelüschen ganz wichtig: Seit ihrem Ausscheiden aus der Firma habe seine Frau Astrid „keine Ahnung mehr von den Geschäftsabläufen“. Eine Vermischung von Amt und Familie – Vorwurf der Opposition im Niedersächsischen Landtag – habe es nicht gegeben.

Vor allem: Durch den Anruf eines Landwirts habe er von den Vorhaltungen erfahren, „nicht durch meine Frau“. Am 5. August sei das gewesen. Am 4. August habe seine Frau die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern informiert, nicht aber ihn. Felsenfest steht er zu den Daten. Das Agrarministerium in Schwerin nennt andere Tage: Anfrage aus Hannover am 3. August, Kontrolle in den Betrieben am 4. August.

Dass eine Faxnummer, über die eine von ihm für die betroffenen Landwirte vorformulierte eidesstattliche Versicherung versandt worden ist, auf der Internetseite seiner Frau erschienen sei, „war ein Kommunikationsfehler“, räumt Grotelüschen aber doch ein. Und: „Das Wahlkreis-Büro meiner Frau in unserem Haus ist aufgelöst und verlegt worden.“

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Antonietta T., Freitag, September 3, 2010 um 10:30 Uhr Nachdem die Puten in qualvoller Enge in Mastbetrieben zusammengepfercht worden sind, geht die Qual nun auf dem Transport zum Schlachthof weiter. Immer wieder beobachten wir Transporter, die völlig überladen sind und mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Nachtbrettern. Puten werden primär nachts transportiert, denn bei Dunkelheit schlafen die Tiere. Blutende Wunden und Knochenbrüche sind u.a. die Folgen der todbringenden Tiertransporte – auch hier geht’s oftmals nur um’s Geld.
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