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„Sarrazin schadet Deutschland“
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Autor: Michael Clasen 25. August 2010 17:12 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Sofian S. Montag, 30. August 2010 11:58 Uhr


„Sarrazin schadet Deutschland“

Osnabrück. Der Druck auf Thilo Sarrazin wächst: Nach seinen umstrittenen Migrationsthesen legt die Union dem SPD-Politiker den Rückzug aus dem Vorstand der Deutschen Bundesbank nahe.

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In einem Gespräch unserer Zeitung griff der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz (CDU), das Vorstandsmitglied der Bundesbank scharf an: „Sarrazin legt einen neuen Aufguss seiner islamfeindlichen und menschenverachtenden Tiraden gegen muslimische Migranten vor. Ich frage ich mich, wie lange die Deutsche Bundesbank dem noch tatenlos zuschauen will.“

Der CDU-Außenpolitiker warf Sarrazin vor, durch rassistische Äußerungen Ressentiments gegen Migranten zu schüren. „Er macht nach, was der Rechtspopulist Geert Wilders in den Niederlanden vorgemacht hat“, sagte Polenz. „Als Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank bekleidet Sarrazin ein hohes nationales Amt. Wenn ein solch wichtiger Funktionsträger derart mit Vorurteilen, Unterstellungen und bösartigen Verallgemeinerungen operiert, wird auch das Bild Deutschlands im Ausland eingetrübt“, erklärte der Außenpolitiker. Es stimme nachdenklich, dass NPD und DVU besonders laute Loblieder auf Sarrazin anstimmten. „In der Union hätte Sarrazin keinen Platz. Latenter Rassismus ist mit christlichen Wertvorstellungen unvereinbar.“

Empört reagierte Kanzlerin Angela Merkel auf die Aussagen Sarrazinsüber Migranten. Er diffamiere und spitze „sehr polemisch“ zu, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert gestern in Berlin. Zuvor hatte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel Sarrazin den Austritt aus der Partei nahegelegt. Ein Ausschlussverfahren war vor Monaten gescheitertDer Integrationsexperte der Berliner SPD, Raed Saleh, warf Sarrazin Rassismus vor. Sarrazin vertrete „im Grunde Gedanken der NDP und von ’Pro Deutschand.


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  Leserkommentare

 
Sofian S., Montag, August 30, 2010 um 11:58 Uhr Re: Bildungspolitik und Ausländerintegration Ich will die Kommentarfunktion jetzt nicht als Diskussionsforum missbrauchen, aber
mit Sätzen wie "Die Eltern in den deutschen 'Großstätten' haben große Sorge, dass ihre Kinder, wenn sie mit den Emigranten gemeinsam zur Schule gehen, schaden nehmen" oder "Entweder wir Deutschen arbeiten bis zum 70 Lebensjahr und bezahlen mit unseren Steuergeldern die Hartz 4 Leistungen" disqualifizieren Sie sich eigentlich selbst.
"Neue Mitbürger" sollen mit 15 anfangen zu arbeiten? Den Sinn muss mir erstmal einer erklären.Sollen wir zur Pflicht machen das Kinder mit Migrationshintergrund eine schlechtere Bildung erhalten und mit 15 anfangen müssen zu arbeiten? (Was übringens nicht möglich ist)
Tut mir leid großteile ihres Kommentares ergeben für mich keinen Sinn.

 
Gerhard T., Montag, August 30, 2010 um 10:27 Uhr Bildungspolitik und Ausländerintegration Die Eltern in den deutschen Großstätten haben große Sorge, dass ihre Kinder, wenn sie mit den Emigranten gemeinsam zur Schule gehen, schaden nehmen. Viele Fakten, die Herr Sarrazin aufgeführt hat sind sicherlich richtig. Allerdings wird die Diskussion wie immer geführt, keiner spricht davon, wie man denn grundlegend alle dies Probleme abstellen kann. Seid 1972 werden in Deutschland die Ganztagsschulen und Ganztagskindergärten völlig zieleoffen diskutiert. Speziell in Niedersachsen hat sich hier bisher kaum was getan.
Ausländerintegration bedeutet, dass man die Kinder, die in unserer Gesellschaft dringend gebraucht werden, ganztags ab den 3 Lebensjahren mit deutschen Kindern zusammen ausbildet. Kinder lernen in diesem Lebensabschnitt spielend die deutsche Sprache. Auch eine Sprachenausbildung der eingewanderten Mütter, was Herr Sarrazin bemängelt, ist zwingend erforderlich. Wir sind ein Einwanderungsland. Wir können es uns überhaupt nicht mehr erlauben junge Emigranten schlecht oder nicht auszubilden. Personal ist neben 'Boden und Kapital ein ausschlaggebender Produktionsfaktor. Wir haben keine jungen Leute mehr in unserem Land, die hier weiterarbeiten können. Was ich an der Diskussion als sehr traurig empfinde ist, dass keinerlei Lösungen vorgetragen werden. Alles dreht sich darum, dass die Kinder spätestens um 13.30 zu Hause sind und weiterhin in ihrem Getto nur die Muttersprache sprechen. Wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder wir Deutschen arbeiten bis zum 70 Lebensjahr und bezahlen mit unseren Steuergeldern die Hartz 4 Leistungen der nicht ausgebildeten Kräfte oder wir schaffen sofort Ganztagskindergärten und Schulen und die neuen Mitbürgen in Deutschland fangen ab dem 15 Lebensjahr an zu arbeiten. 64 Tage Ferien, eine 5 Tage Woche in der Schule und spätester Termin um 13:30 Uhr wo dann alle Kinder zu Hause sind, kann sich unsere alternde Gesellschaft nicht mehr leisten. Allerdings wird wie immer dieser Punkt in der gesamten Diskussion einfach nicht angesprochen. Das ist meiner Ansicht nach sehr traurig.

 
Rocco S., Sonntag, August 29, 2010 um 19:12 Uhr Integra-wat??? Ich bin der festen Überzeugung, Frau oder Herr Anne S., dass sie einen großen Bogen um die angesprochenen Bezirke Neuköln, Kreuzberg etc. machen. Sie haben wie die meisten überhaupt keinen Schimmer welche Personen dort wohnen und wie sie dort leben. Ich bin selber in einer Gegend aufgewachen, die einen ausländeranteil von über 50% hat. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass Kinder die zweisprachig aufwachsen, ein viel besseres Sprachverständnis haben als andere. Viel alamierender sind die Personen, die ihre eigene Sprache nicht richtig sprechen können. Die grammatikalischen Blutgrätschen vor allem ostdeutscher Mitbürger, sehe ich als Vergewaltigung der eigenen Muttersprache. Darum geht es aber hier nicht. Es geht vielmehr um die Aussagen Sarrazins. Es geht Herrn Sarrazin auch nicht um Integration, sondern um die Verfremdung Deutschland. Deswegen der Titel des Buches: Deutschland schreibt sich ab! Er benutzt nur die mangelde Integration, um solche Leute wie Sie gegen bestimmt Volksgruppen oder Religionsgruppen zu verschwören. Was bringt eine gut gelungene Integration, wenn es immer weniger Deutsche gibt. Ich würde also sagen, erstmal für Nachwuschs sorgen, den eigenen Hof kehren und dann mit dem Finger auf andere Zeigen.
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