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UNO: 80 Milliarden Euro pro Jahr an Entwicklungsländer für Klimaschutz
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UNO: 80 Milliarden Euro pro Jahr an Entwicklungsländer für Klimaschutz
UNO: 80 Milliarden Euro pro Jahr an Entwicklungsländer für Klimaschutz
Die UNO geht davon aus, dass die Industriestaaten die Entwicklungsländer beim Klimaschutz pro Jahr mit zweistelligen Milliardensummen unterstützen müssen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Leiter des UNO-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner: „Die fünf bis sechs Milliarden US-Dollar, die derzeit der Weltbank als Klima-Investitionsfonds zur Verfügung gestellt werden, reichen sicher nicht. Zumindest für eine bestimmte Phase sind jährlich rund 80 Milliarden Euro notwendig.“
Den Weg dorthin soll die zweiwöchige Weltklimakonferenz ebnen, die heute im polnischen Posen startet. Steiner: „Neu in Posen ist, dass zum ersten Mal ein Verhandlungstext auf dem Tisch liegt. Das Sondieren von Verhandlungsstrategien und nationalen Positionen muss nun ein Ende finden. Stattdessen muss konkret über ein Kyoto-Nachfolgeabkommen verhandelt werden.“
Angesichts des noch immer nicht geschnürten EU-Klimapakets sagte Steiner, es gebe sicher Bestrebungen „von einigen Regierungen und vor allem der energieintensiven Industrie, die EU-Klimaziele aufzuweichen. Davor kann ich nur warnen.“ Europa könne sich einen solchen Rückschritt allein unter Wettbewerbsgesichtspunkten nicht leisten. Steiner machte sich für den Übergang zu einer Grünen Wirtschaft stark. Notwendig sei ein „Global Green New Deal“, sagte er in Anspielung auf den New Deal in den 1930er Jahren unter US-Präsident Roosevelt zum Kampf gegen die damalige Weltwirtschaftskrise.
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10.02.2011
