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Tippspiel
„Underworld Awakening“
Osnabrück. Von der Kritik verrissen, von den Fans geliebt und mit einem enorm erfolgreichen Startwochenende honoriert, läuft „Underworld Awakening“ nun auch hierzulande. Das dritte Sequel der düsteren Sci-Fi-Fantasy-Reihe über die unerbittliche Samurai-Vampirin Selene (Kate Beckinsale) polarisiert aufs Feinste, was immer ein Zeichen für eine interessante Arbeit ist. Was tut also ein Kritiker, der selbst Fan ist?
Was die Entscheidung erleichtert, ist die Tatsache, dass Len Wiseman („Stirb langsam 4.0“) weiterhin als Drehbuchautor und Produzent agiert. In dieser Funktion hat er der Unterwelt-Saga eine Auffrischung sowohl inhaltlicher wie formaler Natur (jetzt in 3-D) verordnet. Wandten sich die ersten drei Teile noch der Todfeindschaft zwischen Vampiren und Lykanern sowie ihrer gemeinsamen Vergangenheit zu, so richtet der vierte seinen Blick in eine nahe Zukunft: Den Menschen wurde bewusst, dass es Parallelwelten mit nichtmenschlichen Lebensformen gibt. Gnadenlose Säuberungsaktionen führen dazu, dass die einst aristokratischen Vampire in die Unterwelt abgetaucht sind. Dort betreiben sie Schadensbegrenzung auch um den Preis des Identitätsverrats. Und die Werwölfe scheinen komplett ausgerottet.
Der Schein trügt. Eines Tages oder Nachts – die Farben sind verschwunden, der Vollmond eine bleiche Scheibe ohne Strahlen, die Schatten tief – wacht Selene nach über einem Jahrzehnt aus einem künstlichen Koma auf. Niemand vermag sie noch in dem Gefängnis-Gen-Labor festzuhalten. Dann aber kann die Untote mit den speziellen Fähigkeiten durch die Augen eines anderen sehen – durch die ihrer Tochter?
Vor neun Jahren lief der Auftakt der Reihe – und damals rätselten wir in der Kritik: „Werden die Jägerin Selene und der Jungarzt Michael ein Paar? Werden sie eine neue Spezies gründen?“ Auf diese Fragen liefert „Underworld Awakening“ in atemberaubend stylischen 3-D-Bildern die Antworten.
„Underworld Awakening“. USA 2012. R: Måns Mårlind, Björn Stein. D: Kate Beckinsale, Stephen Rea, India Eisley. Ab 16 Jahre. 88 Minuten. Cinestar
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